Bienen, Schmetterlinge & Co

Insektenfreundliches Poing

Hummel auf Blume
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Die Blühflächen bilden Lebensräume für Hummeln, Bienen und Co.

Poinger Bürger haben Flächen übernommen, um daraus ein Paradies für Insekten zu gestalten

Poing – Sicherlich sind vielen Poinger Bürgern beim Spazierengehen neue kleine Schilder aufgefallen, die am Wegesrand im Boden stecken. Bei manchen steht „Das ist eine Grünpatenfläche“ und bei anderen „Insektenwiese – hier darf geblüht werden“. Bei letzteren gibt es noch einen Hinweis: „Diese Fläche wird insektenschonend bewirtschaftet. Sie soll als Nahrungsinsel für verschiedene Insekten und anderen Tieren dienen. Bitte respektieren Sie diesen Rückzugsort. Hier ist keine Hundewiese! Bitte bleiben Sie auf dem Weg.“

Eine Mitteilung der Verwaltung erklärt beispielsweise die Grünpatenschilder mit „Flächen, auf denen Bürger privat als Pate die Betreuung und Pflege übernehmen kann“. Sie sollen zum einen den privaten Einsatz der Bürger aufzeigen und auch Interesse für weitere Grünpatenschaften wecken.

Zum „Insektenwiese“-Schild heißt es in der Mitteilung, „dass auf diesen Flächen nicht mehr so häufig gemäht wird“. Zum Einsatz kommen dort nicht die heute üblichen Sichelmähwerken, die mit der Sogwirkung und den schnell rotierenden Mähklingen kaum ein Insekt verschonen.

Es wird stattdessen mit alter Technik insektenschonend gemäht. Das hat zur Folge, dass durch die seltenere, nur noch ein- bis zweimalige Mahd auch Wildblumen und Stauden auf den Flächen Zeit haben, zur Blüte zu kommen. „Sie bilden so Nahrungs- und Lebensräume für viele Insekten und andere Tiere zugleich. Diese Flächen sollen eine Erweiterung zu unseren Ausgleichsflächen rund um Poing bilden und sind im gesamten Gemeindegebiet verteilt. Sie sorgen so für eine „engmaschige Blühflächenvernetzung“ heißt es in der Bekanntgabe. Dadurch können viele Insekten, die nur eine begrenzte Flugstrecke ohne erneute Nahrungsaufnahme zurücklegen können, auch längere Strecken zurückzulegen. - fu

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