Integration

Vertrauen schaffen

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Flüchtlingscafé zum Kennenlernen in Markt Schwaben.

Dagmar Heyne-Beckert beklagt in einem offenen Brief an Staatsministerin Müller den Umgang mit Asylbewerbern.

Markt Schwaben – Die Integration von Flüchtlingen ist schwierig genug, es müssen aber nicht nur Sprachprobleme überwunden werden. Verlegungen in Unterkünfte anderer Gemeinden verursachen nicht nur Kosten, sondern erschweren vielen Asylbewerbern die mühsame Eingliederung in den deutschen Alltag. Nun hat Dagmar Heyne-Beckert vom Aktivkreis Flüchtlinge Markt Schwaben einen offenen Brief an die zuständige Staatministerin Emilia Müller geschrieben. Dieser ist hier im Wortlaut wiedergegeben. „Seit September 2015 arbeite ich ehrenamtlich für den Helferkreis Flüchtlinge in Markt Schwaben. Ich gebe zweimal wöchentlich Deutschkurse und koordiniere als Sprecherin die Deutsch- und Integrationskurse. Eine Arbeit, die ich im Rahmen der Integration für gesellschaftspolitisch sehr wichtig halte und für mich auch eine Bereicherung darstellt. In meinem Ehrenamt erlebe ich täglich wie wichtig es ist, dass Flüchtlinge durch die Ehrenamtlichen unterstützt werden. Sie brauchen unsere Hilfe, dafür muss aber auch eine entsprechende Vertrauensbasis geschaffen werden. Durch Verlegungen (bayernweite Umsiedlung) wurden Flüchtlinge aus den gewonnenen Strukturen herausgerissen. Freundschaften untereinander und auch zum Helferkreis wurden zerstört. Die Flüchtlinge sind gezwungen, wieder bei null anzufangen und das in der für sie sowieso schon sehr schwierigen Situation (Asylverfahren, Fluchtgründe usw.). Die mühsame Arbeit Ehrenamtlicher wird dadurch zunichte gemacht. Hinzu kommt, dass auch Steuergelder verschwendet werden, da finanzierte Maßnahmen (Arbeitsagentur, VHS) abgebrochen werden mussten. Besonders unverständlich ist für mich, dass Flüchtlinge verstärkt in Sammelunterkünften untergebracht werden. So wurden etliche Bewohner aus der Turnhalle in Markt Schwaben in die Traglufthalle in Pliening verlegt. Nicht nur, dass sie wieder in einer Massenunterkunft mit den bekannten Problemen (Lärm, Konflikte, fehlende Privatsphäre, schwierige Betreuung aufgrund der großen Zahl an Flüchtlingen) untergebracht werden, hinzukommt auch noch, dass man durch das dortige Catering ihre Selbständigkeit einschränkt. Man nimmt ihnen eine wichtige Aufgabe: Nämlich für sich selbst zu sorgen und „verordnet“ ihnen ein Essen. Ich habe den Eindruck, dass man es diesen Menschen besonders schwer machen möchte. Diese Politik ist unmenschlich und unsozial. Mit Integration hat das nichts zu tun.“ Der Brief ist von Dagmar Heyne-Beckert und weiteren ehrenamtlichen Helfern unterzeichnet-wal

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