Internationaler Tag der Bienen am 20. Mai

Biene auf Löwenzahn
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Drei Viertel aller Nahrungsmittelpflanzen werden von Bienen bestäubt

Imkerverein Anzing-Poing macht auf die fundamentale Bedeutung von Bienen und Insekten aufmerksam

Landkreis Ebersberg - Der Internationale Tag der Bienen am 20. Mai erinnert uns an die fundamentale Bedeutung der Bienen für die Existenz der Menschheit. Dreiviertel aller Nahrungsmittelpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen und andere Insekten angewiesen, für medizinische Zwecke verwenden wir heutzutage über 50.000 bienenbestäubte Pflanzenarten. In vielen anderen Lebensbereichen sind sie technologisches Vorbild – man denke nur an die Wabenbauweise, die schon lange in unserem modernen Leben Einzug gehalten hat. Doch obwohl wir um ihre Bedeutung wissen, haben wir jahrelang nicht für sondern gegen unsere Bienen gearbeitet, ihren Lebensraum immer mehr eingeschränkt, ihnen mit gentechnisch veränderten Pflanzen, Pestiziden und anderen Pflanzenschutzmitteln das Leben schwer gemacht. Sogar aus unserem direkten Lebensumfeld haben wir sie vertrieben – mit ausgedehnten Rasenflächen, auf denen kein Blümelein blüht, und mit pflegeleichten Schottergärten.

Dafür zahlen wir einen hohen Preis: Seit Jahren geht die Artenvielfalt von Bienen und Insekten dramatisch zurück, der Insektenbestand ist in den letzten dreißig Jahren um 75 Prozent gesunken. Mehr als die Hälfte aller Bienenarten sind bedroht oder bereits ausgestorben! Einziger Lichtblick: Der Bestand der Honigbiene nimmt langsam wieder zu, imkern ist seit ein paar Jahren wieder „in“.

Bunte Gärten retten Bienen und Insekten

Das ist sicherlich zum Teil dem „Volksbegehren Artenschutz – Rettet die Bienen“ zuzuschreiben. Es hat viele Menschen wachgerüttelt und langsam entwickelt sich ein neues Bewusstsein für unsere Umwelt. Auch in den Rathäusern ist die Botschaft angekommen. In Poing durften wir uns erst kürzlich darüber freuen, dass in zukünftigen Wohngebieten die Anlage von Schottergärten verboten ist.

Imker rufen daher in diesem Jahr besonders alle Immobilienbesitzer dazu auf, ihre bereits existierenden Gärten und Außenanlagen möglichst bienen- und insektenfreundlich umzugestalten. Auch Mieter können ihre Balkone entsprechend bepflanzen. Tipps und weiterführende Links dazu gibt es unter anderem auf der Homepage des Deutschen Imkerbundes unter deutscherimkerbund.de unter dem Stichwort „Bienenweide“. Der Imkerverein Anzing-Poing bedankt sich schon heute bei allen Bienenfreunden für ihren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. - Imkerverein Anzing-Poing/Christina P. Tarnikas

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