30 Jahre Herberge für Fledermäuse in Ottenhofen

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Richard Straub (re.) bedankt sich bei Ludwig Kießle

Die Fischzucht von Ludwig Kießle bietet nicht nur Karpfen, Forellen und Saiblingen ein Zuhause

Herdweg/Ottenhofen – Dass es im Fischzuchtgelände von Ludwig Kießle in Herdweg recht lebendig zugeht ist nicht zu übersehen. Karpfen, Forellen und Saiblinge schwimmen in zahlreichen Becken herum und eine Schafherde funktioniert als ökologischer Rasenmäher. 

Doch das Gelände hat noch mehr zu bieten. Seit nunmehr 30 Jahren kommt Richard Straub vom Landesbund für Vogelschutz mit seinen Helfern vorbei um Fledermauskästen zu reinigen und schaut nach den „großen Abendseglern“ . Diese haben zahlreiche Spezialkästen zur Auswahl, so dass sie auch überwintern können. 

Hin und wieder tauchen auch andere, kleinere Fledermausarten auf, quasi direkte Nachbarn zur Familie Kießle, da sie hinter der Holzverkleidung des Wohnhauses leben. Aber auch in kleine Löcher der Hohlblocksteine des Bruthauses klettern sie hinein.

Vor circa zehn Jahren gab es einen Rekord. Als bei einem 30 Kilo schweren Winterschlafkasten die Vorderwand abgenommen wurde quollen die Fledermäuse buchstäblich heraus, wurden in einem leeren Werkzeugkasten zwischengelagert bis der Kasten gereinigt war und anschließend einzeln durch das Einflugloch wieder eingesetzt. 

Es waren 136 Tiere und alle in bester Verfassung. Insgesamt befanden sich damals etwa 200 Fledermäuse in den Kästen der Fischzucht.

Leider sind diese guten Zeiten vorbei und dieses Jahr wurden insgesamt 53 Abendsegler gezählt. Als reine Insektenfresser leiden sie unter der Insektenarmut und mitunter kommt auch eine Windkraftanlage in die Quere. Große Abendsegler fliegen bis zu 500 Meter hoch. Seit gut einem Jahr finden auch wissenschaftliche Arbeiten statt. 

Drei große Winterschlafkästen sind mit Lichtschranken und Tontechnik ausgestattet und zählen über einen längeren Zeitraum die Belegung. Mit der Plakette „Lebensraum für Fledermäuse“ bedankte sich Richard Straub, Vorsitzender der Vogelschützer im Landkreis Ebersberg, bei Ludwig Kießle für die langjährige gute Zusammenarbeit.rs

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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