Umweltschutz

Jahreshauptversammlung des Bund Naturschutzes

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Viele Themen wurden bei der Jahreshauptversammlung ­diskutiert.

Bei der Jahreshauptversammlung des Bund Naturschutzes wurden zwei Schwerpunkte deutlich: Neupflanzung von Bäumen und die Straßenplanung im Ebersberger Forst

Forstinning – Ortsvorsitzende des Bund Naturschutzes (BN) Eva Maria Wirth und Kreisvorsitzender beim BN Olaf Rautenberg haben bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe in Forstinning im Gasthof Eberherr einen Rückblick auf das vergangene Jahr gegeben. 

Im Rechenschaftsbericht kristallisierten sich neben vielen kleinen Aktionen zwei Themenschwerpunkte heraus. Der eine Schwerpunkt waren die Baumpflanzungen auf der Streuobstwiese und Ausgleichsflächen in Forstinning. Hierzu meinte ein Mitglied resignierte: „Man kann doch gar nicht so viel Bäume in Forstinning pflanzen, wie die Gemeinde, zum Beispiel an der Grundschule, fällen lässt.“ 

Darauf wurde aber gleich von einem weiteren Mitglied erwidert: „Doch wir pflanzen weiter! Die Obstbäume und Streuobstwiesen sind sehr wichtig für den Erhalt unserer Artenvielfalt. Deswegen wurde Streuobstwiesen auch in dem Volksbegehren Rettet die Bienen besonders berücksichtigt.“ 

Der zweite Schwerpunkt war und bleibt der vereinte Widerstand gegen die Straßenplanung im Ebersberger Forst. Hierzu berichtete Olaf Rautenberg, dass er für das Erstellen des Einwendungsschreibens extra zwei Mal mit dem öffentlichen Bus von Ebersberg nach Markt Schwaben gefahren sei. Eine besondere Wartezeit vor der Ampel, wie vom Straßenbauamt dargestellt, konnte er hierbei nicht feststellen. 

Die Vorsitzenden berichteten, dass die Einwendung in enger Zusammenarbeit zwischen Orts-, Kreis- und Landesgruppe erstellt wurde und bei der Regierung von Oberbayern abgegeben wurde. Die Umgehungsstraße und der damit verbundenen Flächenfraß, nicht nur in der Gemeinde, sondern auch im Landkreis wurde hierbei diskutiert. „Überall im Landkreis werden Gewerbegebiete vergrößert und das, obwohl wir schon Vollbeschäftigung haben und bereits jetzt die Straßen verstopft sind. Wo soll das hinführen?“ Dazu bekräftigte ein Gast gleich: „Das Straßenbauamt muss endlich auch zu einem Mobilitätsamt werden.“

Wahl des neuen Beisitzers

Nach dem Rechenschaftsbericht wurde der vakant gewordene Beisitzerposten neu gewählt. Joachim Wimmer wurde einstimmig als neuer Beisitzer gewählt. Er arbeitet schon lange ohne Amt sehr aktiv im Vorstand des Ortsvereins mit. So ist der Themenschwerpunkt „Obstbäume“ sein Verdienst. 

Anschließend wurde darüber gesprochen, dass in Forstinning der Einzelhandel zurückgehe und man deswegen mehr aufs Auto angewiesen sei. Ebenfalls habe die Aktion „Entfernen von Neophyten im Markt Schwabener Moos“ sehr gut funktioniert. 

Dabei haben sich die Mitglieder gefragt, ob das Entfernen auch im Ebersberger Forst notwendig wäre. „Die Arbeit geht uns sicher nicht aus“, resümierte Olaf Rautenberger, „aber für die ganzen Aufgaben bräuchten wir viel mehr Ortsgruppen und aktive Mitglieder. Die Kreisgruppe ist auf die Ortsgruppen angewiesen.“ 

Ohne diese könne der Bund Naturschutz in Gemeinden nicht aktiv sein. Der Schlusspunkt der Jahreshauptversammlung wurde durch einen Vortrag von Joachim Wimmer über das Erkennen und richtige Recycling von Metallen gesetzt. emw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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