Kabarettist Jess Jochimsen

Heimspiel im Anzinger „Weinbeisser“

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„Hier wollte ich schon vor 30 Jahren auftreten.“ Multitalent Jess Jochimsen auf der Bühne im Anzinger „Weinbeisser.“

Kabarettist Jess Jochimsen begeistert in seiner alten Heimat

Anzing – Es war Heimspiel und Premiere zugleich: Der Musiker, Kabarettist, Autor und Fotograf Jess Jochimsen trat zum ersten Mal im Anzinger „Weinbeisser“ auf. Eigentlich verwunderlich, schließlich stammt Jochimsen aus der Umgebung. 1970 in München geboren, wuchs er in Baldham auf und sammelte erste Bühnenerfahrungen bei Kleinkunstabenden an seiner Schule, dem Gymnasium Vaterstetten. Nach dem Zivildienst studierte er Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie, seit 1992 ist er professionell auf Deutschlands Bühnen unterwegs. 

Seine Auftritte führen ihn auch immer wieder in die alte Heimat und nun schließlich auch in den „Weinbeisser“: „Das ist ein Kindheitstraum, hier wollte ich schon vor 30 Jahren auftreten“, erzählte Jochimsen, bevor er mit seinem aktuellen Programm „Heute wegen Gestern geschlossen“ auf die Bühne trat. Schon mit den ersten Sätzen gewann er das Publikum für sich, so dass er scherzhaft drohte: „Wenn die Stimmung gut ist, werde ich Dias zeigen, a bisserl Rache muss sein.“ Rache ist süß – oder in diesem Fall vielmehr amüsant, denn Jochimsens Fotos, die er „überall da, wo ich auf Tour abgeworfen werde“ selbst gemacht hat, geben skurrile Situationen des Alltags wieder, sie verblüffen und amüsieren. Skurril, amüsant und provokant ist auch sein Bühnenprogramm, in dem er die Politik im Allgemeinen und die Angst vor Flüchtlingen im Besonderen aufs Korn nimmt: „Wovor haben wir Angst? 

Und geht die Angst weg, wenn man zusperrt? Sagt mir einen Horrorfilm, wo das funktioniert!“ Ob Seehofer, Dobrindt, Mathe-Abi oder Pkw-Maut – Jess Jochimsen wusste zu allem etwas zu sagen und er tat dies scharfzüngig, aber augenzwinkernd, oftmals auch musikalisch mit Quetschn oder Gitarre. Das Publikum im ausverkauften „Weinbeisser“ dankte es ihm mit lang anhaltendem Applaus. Es war eben doch ein Heimspiel und Jochimsen verriet: „Das ist ein besonderer Abend, denn es sind Jugendlieben da. Ja, Mehrzahl.“ se

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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