Poing Gemeinderatssitzung

Jugendkonzept für die Zukunft gerüstet

Bergfeldsee in Poing
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Rund um den Bergfeldsee wären zahlreiche Veranstaltungen möglich.

Zum Sachstandsbericht von Martina Venus und Thorsten Gürntke gab es im Gemeinderat Zustimmung

Poing – Gemeindejugendpflegerin Martina Venus und Sachgebietsleiter Pädagogik Thorsten Gürntke wurden in der jüngsten Gemeinderatssitzung von allen Fraktionen verdienterweise mit Lob überschüttet. Denn ihr Sachstandsbericht zum Jugendkonzept war nicht nur sehr umfangreich, sondern beleuchtete alle Facetten, die Jugendliche in der Gemeinde aktuell und in der Zukunft betreffen. Überlegungen zum Jugendkonzept begannen Ende 2017, setzten sich mit einem Workshop und einer Onlinebefragung im Jahr 2018 fort und Anfang dieses Jahres gab es den Sachstandsbericht über Wiederaufnahme der Fortschreibung des Jugendkonzepts – mit wichtigen Zahlen für die Arbeit aller Beteiligten.

Beispielsweise: Jugendliche im Alter zwischen zehn und 20 Jahren machen 11,98 Prozent aller Einwohner aus – nämlich 1.990 Personen. Poings Jugendliche sind eine wachsende und bedeutsame Bevölkerungsgruppe, die zukünftig mehr Zeit in ihrer eigenen Gemeinde verbringen wird – beispielsweise nach dem Bau des neuen Gymnasiums.

Wichtige Daten lieferte vor allem die Onlineumfrage, an der sich 200 Personen beteiligten. Das Ergebnis: Drei Viertel waren der Meinung, dass in Poing zu wenig für Jugendliche angeboten wird. Weiter wünschen sich die Befragten mehr Akzeptanz durch Erwachsene. Zudem gab es den Wunsch nach mehr überdachten und lärmtoleranten Schutzflächen, kommerziellen Angeboten wie Kino, Café, Bar, selbstverwalteten Flächen und Ausbau des JUZ-Angebots.

Apropos aktuelle Angebote – hier hatte Thorsten Gürntke dem Gremium einiges zu bieten: Angefangen vom Ferienprogramm über Jugendsozialarbeit an Schulen, Jugendzentrum, Polizeispielplatz mit Verkehrsübungsplatz, Reuterpark, Skateanlage am Volksfestplatz bis hin zum Bergfeldsee. Aber die beiden Verantwortlichen wollen sich nicht auf das bisher Erreichte ausruhen. Sie blicken schon in die nächsten Jahre.

So sollen Kooperationen mit Kommunen im Landkreis intensiviert werden sowie die Wiederaufnahme und Förderung der Ausbildung ehrenamtlicher Jugendleiter vor Ort. Zudem sollen Ferienangebote für Jugendliche ausgebaut werden. Auch „Neuentwicklungen“ sind in dem Konzept berücksichtigt. Unter anderem der Grünzug bei den Wohngebieten W 7 und W 8 – ein ideales Areal für Jugendliche. Weiteres Ziel: Integration von (überdachten) Rückzugsmöglichkeiten sowie die Errichtung eines Bolz- oder Basketballplatzes mit Sitzgruppen.

Bei der Umfrage zeigte sich auch der Wunsch nach kommerziellen Angeboten, die in der gemeindlichen Struktur nicht optimal sind. Vor allem in den vier großen Bereichen Sport (Kontakt mit Vereinen), Gastronomie (Jugendcafe), Vergnügung (Kino, Boulderwand) und Shopping (City-Center zu wenig). Manches ist wahrscheinlich nur mit finanziellem Aufwand oder vielleicht auch gar nicht umzusetzen.

Die Problemzone „Bergfeldsee“, wo es immer wieder Verstöße gegen die Anlagensatzung gibt, könnten Veranstaltungen wie Jugendaktionstage oder Beachvolleyballturniere die Situation verbessern. Dazu würden übrigens auch öffentliche Toiletten – am besten bei allen Aktionsflächen im Gemeindegebiet – beitragen. - fu

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