Keine begrünten Dächer in der Enzensberger Straße

Der linke Bereich bleibt unverändert (Fitness-Studio), der rechte wird neu überplant. Foto: wal

Markt Schwaben ­–

Es war Dieter Kämpf (SPD), dem der Kragen platzte. „Wir sind hier in einer Sitzung des Marktgemeinderates und nicht beim Stammtisch! Wenn mit Beschluss des Haupt- und Bauausschusses die Dachbegrünung abgelehnt wurde, dann brauchen wir das Thema hier nicht mehr diskutieren!“ polterte er. Wenn es keine neuen Gesichtspunkte gibt wäre ein anderer Beschluss Rechtsbruch, fügte er noch hinzu. Auf der Tagesordnung stand die Neugestaltung des bisherigen Ladenzentrums an der Enzensberger Straße. Das beauftragte Architektenbüro Annaberger hatte das Projekt mit einem kleinen Modell dem Bauausschuss vorgestellt und die gewünschten Änderungen eingearbeitet. Wie Horst Schuh als zuständiger Sachbearbeiter erläuterte, sei das beschlossene Satteldach mit einer Dachneigung von 10 bis 15 Grad bereits eingearbeitet. Noch nicht geklärt sei die Heizungsart. Photovoltaikanlagen müssten aufgeständert werden, was ebenfalls bereits abgelehnt ist. Als Rita Stieg-ler (SPD) die Begrünung des Satteldaches anregte, meldete sich der Architekt zu Wort. „Ich halte eine Dachbegrünung für bedenklich“, betonte der Experte, „das Risiko der Undichtigkeit ist viel zu groß. Ich würde mich nicht getrauen, es umzusetzen. Wenn der Marktgemeinderat eine Begrünung fordert, lehne ich die Umsetzung ab“. Auch Max Weindl (Freie Wähler) kritisierte die Forderungen. „Was hier verlangt wird, ist eine Frechheit“, schimpfte er, „statisch und von der Pflege her ist das ein Wahnsinn!“ Dieter Kämpf stellte klar, dass es bezüglich des Daches „nichts mehr zu beschließen gibt“, weil dies schon der Bauausschuss getan hat. Damit war das Thema Dachbegrünung vom Tisch. Georg Hohmann verwies auf das Ziel, dass der östliche Flachbau mit dem Fitness-Studio erhalten bleiben soll. „Durch den Neubau soll die Region an der Enzensberger Straße aufgewertet werden“, fasste er zusammen. Die Änderung des Bebauungsplanes wurde zwar mit einigen Korrekturen so beschlossen, immerhin zählte der Bürgermeister vier Gegenstimmen. Es soll ein dreistöckiges Gebäude mit flachem Satteldach gebaut werden. wal

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