Umwelt

Keine Klima-Task-Force für Poing

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Das Gremium hat den Antrag mit großer Mehrheit abgelehnt

Poing – Nachdem der Antrag der SPD-Bürgerliste „zur Ausrufung des Klimanotstands in Poing“ mit großer Mehrheit angenommen wurde, musste die gleiche Partei in Sachen „Klimaschutz“ eine Abstimmungs-Niederlage hinnehmen. 

Was war passiert? Das Gremium lehnte mehrheitlich den Antrag ab, „die Gemeinde Poing möge zur Bewältigung der Klimakrise eine Klima-Task-Force einzusetzen. Diese soll entsprechende Maßnahmen vorberaten und dem Gemeinderat Vorschläge vorlegen, um die internationalen, nationalen und regionale Klimaziele zu erreichen“. 

Zu den Forderungen gehörten unter anderem: „plastikfreier Leben-Ratgeber“; die Gemeinde-Fahrzeuge mit alternativen Antrieben auszurüsten; bei gemeindlichen Neubauten die Nutzung der Sonnenenergie zu berücksichtigen und dies auch bei Altbauten zu prüfen; Vorschläge und Förderung von Photovoltaikanlagen und Kollektoren in Privathaushalten sowie einen Klimacheck für alle gemeindlichen Liegenschaften. Von CSU-Fraktionssprecher Ludwig Berger kam dazu Gegenwind: „Task-Force bedeutet für mich Eingreiftruppe und wo sollen wir eigentlich eingreifen“. 

Für ihn müssten nur die Beschlüsse, die in der Sitzung beschlossen wurde, in die Tat umgesetzt werden. „Wir kümmern uns genügend um Energie­effizienz“ so Berger „und wir werden den Antrag nicht zustimmen“. Ablehnung gab es auch von den Freien Wählern (FWG). Bernhard Slawik: „Habe auch ein Problem mit dem militärischen Namen. Außerdem gibt es bereits einen Umwelt- und Energiebeirat“ so Slawik „warum braucht man noch einen Arbeitskreis.“ Positiv sah die FWG im Antrag nur die gemeindliche und private Nutzung von Sonnenenergie sowie den Klimacheck. 

Außerdem bemängelte die Fraktion die Art der Anträge. Die sollten in Zukunft weniger politisch, sondern mehr sachlich sein. Wolfgang Spieth (FDP) konnte der ganzen Diskussion keinen Sinn abgewinnen: „Schon vor zehn Jahren haben wir Klimaschutz-Vorgaben bis 2030 beschlossen und sind davon weit entfernt.“

Dem stimmte Franz Langlechner (CSU) zu, der eine Bestandsaufnahme der damaligen Beschlüsse vorschlug („welche Ziele wurden erreicht“) und „wir sollten weniger in die Zukunft schauen.“ Natürlich musste Omid Atai als Vertragsunterzeichner das Projekt verteidigen. „Klimawechsel ist keine Ideologie, sondern Fakt“ betonte er und für ihn heißt Task-Force, „dass man mehr erreichen muss“. Doch das wird teuer. „Leider können wir die finanziellen Auswirkungen für die Gemeinde noch nicht abschätzen“, meint Bürgermeister Albert Hingerl. fu

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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