Kommunalpolitik

Konstituierende Sitzung in Poing

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Thomas Stark (re.) vereidigt Stellvertreter Werner Dankesreiter (li.) und Reinhard Tonollo

Wie erwartet wurde Reinhard Tonollo zum 2. Bürgermeister und Werner Dankesreiter zum 3. Bürgermeister gewählt.

Poing – „Ja ist denn schon Weihnachten“ werden sich wohl einige Gemeinderäte gedacht haben, als sie die Turnhalle im Sportzentrum Poing zur konstituierenden Sitzung betraten. An jedem Platz stand eine Flasche Champagner, ein verpacktes Geschenk und eine Poing-Tasche. Damit ist Bürgermeister Thomas Stark – nicht nur bei den neuen Gemeinderat-Mitgliedern – sicherlich eine Überraschung gelungen. 

Deren Vereidigung war gleich die erste Amtshandlung des Rats-Chef. Neu bei der CSU-Fraktion: Hans Österreicher und Martin Pfürmann. Die beiden stehen Franziska Langlechner, Ludwig Berger, Franz Langlechner, Michael Lanzl und Herbert Lanzl zur Seite. Bei der SPD sitzen Barbara Kellendorfer-Schmid, Cornelia Gütlich, Reinhard Tonollo, Peter Maier, Dominik Hohl und Omid Atai die nächsten sechs Jahre auf der Bank.

Personelle Änderungen gab es jedoch bei Bündnis 90/Die Grünen: Die „neuen“ Christina Landgraf und Yvonne Großmann unterstützen Sieglinde Pehl und Werner Dankesreiter. Zwei neue Kollegen – Matthias Andres und Robert Petermeier – bekamen Günter Scherzl und Bernhard Slawik von Freie Wählergemeinschaft Poing. Verstärkung gab es auch bei der FDP: Marc Salih bildet mit Wolfgang Spieth ein Team. Franz Langlechner – der 20 Jahre Albert Hingerls Stellvertreter war – meinte, „dass der neue Gemeinderat von der Stärke der Fraktionen näher zusammengerückt und der Druck auf mehr Zusammenarbeit größer geworden ist“. 

Für ihn ist es auch wichtig, dass man jetzt den Wahlkampf­modus ablegen sollte, um sich den kommenden Aufgaben zu widmen. Thomas Stark wünschte er „ein glückliches Händchen zur Führung der Gemeinde“. Nach seiner Vereidigung durch Franz Langlechner meinte Stark, „er habe in der Vergangenheit zahlreiche Sitzungen vorbereitet und heute möchte ich den Abend genießen.“ Er weiß, „dass schwere Zeiten auf Poing zukommen“ und will trotzdem angestoßene Projekte in die Tat umsetzen. 

„Wir werden sicherlich die Finanz- und Haushaltsplanung neu überarbeiten müssen“ so Stark und zudem „möchte ich vor allem die Mobilitäts- und Jugendkonzepte fortführen.“ Für all das wünschte er sich eine faire Umgangsweise: „Es soll alles für unsere Gemeinde getan werden“. Eine Aussage dazu ließ alle Anwesenden aufhorchen: „Ich plane ein Hilfspaket für unsere Vereine“. Weniger überraschend verlief dagegen die Wahl der beiden Bürgermeister-Stellvertreter. 

Wie erwartet wurde Reinhard Tonollo (SPD) zum 2. Bürgermeister und Werner Dankesreiter (Grüne) mit einer Gegenstimme zum 3. Bürgermeister gewählt. Die Wahl zum „Verhinderungsvertreter“ fiel auf Günter Scherzl (FWG), der bisher 3. Bürgermeister war. Ebenfalls reibungslos konnten Haupt- und Finanz-, Bau- und Umwelt- (jeweils mit zehn Mitgliedern) und Rechnungsprüfungs-Ausschuss (sieben Mitglieder) sowie weitere Institutionen besetzt werden. Als Jugendsprecher wurden Dominik Hohl (SPD) und Michael Lanzl (CSU) gewählt; für die Senioren sprechen jetzt Peter Maier (SPD) und Franz Langlechner (CSU) - fu

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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