Viele leere Stühle

Kreiskartellsingen in Poing hätte mehr Beteiligung vertragen

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Der Schein trügt - im Pfarrheim blieben viele Stühle leer.

Diesmal war der Poinger Trachtenverein Aubergler Ausrichter fürs jährliche Kreiskartellsingen. Die Gäste aus 16 geladenen Vereinen füllten leider nicht einmal den Pfarrsaal.

Poing/Landkreis – Es ist kaum zu glauben: Im Ebersberger Landkreis gibt es 16 Trachtenvereine, die zu einem speziellen Kreiskartell zusammengefasst sind. Insgesamt gibt es dort mehrere tausend Mitglieder, die einmal im Jahr zum so genannten Kreiskartellsingen eingeladen werden. Dort präsentieren deren Musik- und Gesangsgruppen, durchwegs Eigengewächse, Volksmusik und Gesang vom Feinsten. 

Heuer war der Trachtenverein „Aubergler Poing“ als Ausrichter dran, die Veranstaltung fand im Pfarrheim Sankt Michael statt. „Ja, es könnten noch ein paar kommen“, mit Blick auf etliche leere Stühle kurz vor Veranstaltungsbeginn. Dann begrüßte der Vorsitzende der „Aubergler“ unter anderem den Kartellchef Ernst Zimmermann vom Trachtenverein Ebrachtaler Ebersberg. Im Fokus standen allerdings fünf Musikgruppen: Die „Stampal-Musi“ (Almarausch Emmering), „Dochbodn Musi“ (Ebrachtaler Ebersberg), „Zetterlmusi“ (Neu Edelweiß Markt Schwaben), „Stoabucklmusi“ (Trachtenverein Glonn Baiern), sowie „Jakobneuhartinger Zithermusi“. Gesang war zunächst gar nicht zu hören, bis von der Stampal-Musi ein junger Gstanzlsänger das Mikrophon in die Hand nahm und gekonnt durch die Reihen gehend so manchen Besucher live „derbleckte“. Er fand im „Ansager“ schließlich einen würdigen und ebenbürtigen Dialogpartner. Christian Falterer ist nämlich nicht nur ein begnadeter Sänger, sondern ein Vereinsmitglied, das durch unzählige Musikund Gesangsveranstaltungen der Aubergler geführt hat. Mit Witz und hintergründigem Humor findet er immer die passenden Texte zu angesagten Themen. So war es auch beim Kreiskartellsingen im Poinger Pfarrheim am Sonntag. Ob Vorsätze zu Neujahrbeginn, die dann doch wieder über Bord geworfen werden, Themen aus dem Alltag diverser partnerschaftlicher und Liebesbeziehungen oder einem besonders interessanten Spaziergang im Frühjahr. Zu hören gab es von den verschiedenen fünf Gruppen unter anderem die Amalien-Polka, Magdalenen Walzer, Maxglaner, Fuhrmannslied und den Mühlbacher Holzmusimarsch. Eine rundum unterhaltsame Veranstaltung, die deutlich mehr Zuhörer verdient hätte. (wal)

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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