Mehr Transparenz

Bilanzen des KUMS sollen offengelegt werden

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Die Heizzentrale des KUMS am Erlberg, oben befinden sich die Geschäftsräume.

Vor knapp fünf Jahren beschloss der Marktgemeinderat die Gründung des Kommunalunternehmens Markt Schwaben (KUMS). Doch auf die Möglichkeit zur Einsichtnahme der Bilanzen wartet das Gremium seit dem Abschluss des ersten Geschäftsjahres vergeblich. Das soll sich jetzt ändern.

Markt Schwaben - Bereits im Vorfeld der Sitzung stellte die  CSU-Fraktion einen Antrag zur Offenlegung jener Bilanzen und Abschlüsse. „Wir ziehen doch alle an einem Strang“, äußerte Peter Fleischer sein Unverständnis bezüglich der Situation, „ich erwarte mehr Transparenz.“ Das Mitglied des Finanzausschusses verdächtigte das KUMS sogar der „Verschleierung.“ Dr. Joachim Weikel, derzeit Verwaltungsratsvorsitzender der Anstalt öffentlichen Rechts, wollte diese Vorwürfe nicht gelten lassen. Der Verwaltungsrat unterstütze die höchstmögliche Transparenz, bekräftigte er, fehlerhafte Bilanzen könne man jedoch nicht einsehbar machen, so der dritte Bürgermeister. 

Das Kommunalunternehmen teilte zu dem Gesuch der Markt Schwabener Christsozialen mit, dass die Bilanzen der Jahre 2014 und 2015 ab Februar nach Terminvereinbarung einsehbar wären, die geprüften Bilanzen zu 2016 und 2017 würden dem Marktgemeinderat nach Eingang der Abschlussberichte vorgelegt. Sascha Hertel (ZMS) bezeichnete den schriftlichen Antrag der CSU in seiner aktuellen Formulierung als „nicht zielführend“ und forderte dementsprechend die Abänderung von Begrifflichkeiten. Dem wurde vom Gemeinderat ebenso zugestimmt wie der Offenlegung der testierten Bilanzen. Bernhard Wagner, hauptamtlicher Vorstand des Kommunalunternehmens, gab anschließend in seiner Präsentation einen ersten Überblick über die Finanzen und Aufgabenbereiche. Die Gründung des KUMS hält er nach wie vor für die richtige Entscheidung: „Es ist eine gute Sache, auf kommunaler Basis CO2 einsparen zu wollen“, bemerkte Wagner, der trotz roter Zahlen zuversichtlich in die Zukunft blickt. Verluste seien in den Anfangsjahren schließlich zu erwarten gewesen, außerdem finde in der Gesellschaft ein Umdenken statt, das in den kommenden Jahren zu einer Steigerung der Einnahmen führen würde: Privathaushalte entscheiden sich häufiger für den Wechsel zur Fernwärme, anstatt eine aufwendige Sanierung der bestehenden Öl- und Gasheizungen voranzutreiben. „Es ist der Beginn einer Investition“, sagte dazu der Vorstandschef, „wir sind, glaube ich, auf dem richtigen Weg.“ Abschließend wandte sich Wagner noch mit der Bitte an die Kommunalpolitiker, das KUMS nicht in den Wahlkampf für die Gemeinderatswahl 2020 einzubeziehen.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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