Kultur & Bildung

„Literaturwale“ für Kinder in Poing

Thomas Stark präsentiert die neuen Bücher-Wale
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Thomas Stark präsentiert die neuen Wale – er hofft auf eine ganze Walfamilie

Wale mit prall gefüllten Bäuchen stehen ab sofort für die kleinen Leseratten bereit

Poing – Lesen bildet – das gilt nicht nur für Erwachsene. Die können sich in Poing im Literaturhaus am Marktplatz seit sechs Jahren ihre Bücher ausleihen. Jetzt gibt es auch ein Literaturhaus für Kinder. Das wurde jetzt von Bürgermeister Thomas Stark am Piratenspielplatz an der Ecke Hecht-/Saiblingstraße im Seewinkel eröffnet.

Jedoch stimmt die Bezeichnung „Haus“ ganz und gar nicht – es sind nämlich drei Walfische aus Holz. Und der Clou ist: In ihrem Bauch sind eine Menge Bücher untergebracht und die sind ausschließlich für Kinder gedacht. Die waren an dem sonnigen Nachmittag in Scharen mit ihren – hauptsächlich Müttern – gekommen.

Anfangs kümmerten sich die Kleinen vorwiegend um das riesige Piratenschiff und die weiteren Spielgeräte. Dann jedoch, als Thomas Stark die Walfische enthüllte, waren nur noch die interessant. Deren Inhalt war prall gefüllt und auf einen weiteren Tisch lag noch eine Vielzahl an Lesestoff. Der Bürgermeister bedankte bei Kulturreferentin Birgitta Nagel und den ehrenamtlichen Helferinnen Christa Mayer, Kirstin Kirn und Susan Elsner mit kleinen Aufmerksamkeiten.

Ebenso bedacht wurden Hubert Lechner und Rudi Kollmannsberger. Die beiden Mitarbeiter des Bauhofs haben die drei Walfische in zwei Wochen selbst entworfen und gebaut. „Wir haben in der Gemeinde aktuell 2.639 Kinder im Alter bis zu zwölf Jahren“ so Thomas Stark, „davon besitzen zirka die Hälfte der Mädchen und Buben einen Leseausweis“.

Die Bücher im Piratenspielplatz können rund um die Uhr ausgeliehen werden und sind alle mit einem Stempel „Gemeinde Poing“ versehen. „Damit wollen wir verhindern, dass diese im Internet angeboten werden“ sagte der Rathauschef. Nach der Enthüllung konnten die Kinder bei kostenloser Limo noch Geschichten lauschen, spielen, Bücher schmökern und die Sonne genießen.

Wenn man das rege Interesse sah, wird es über kurz oder lang nicht bei den drei Walen bleiben. „Vielleicht werden wir die Walfamilie ergänzen“ sagte der Bürgermeister und könnte sich die Aktion auch in anderen Spielplätzen der Gemeinde vorstellen - fu

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