Ein eigener Hühnerstall

Frau Hansen ist das Lieblingshuhn

Junge hält Huhn auf dem Arm
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Meist hat Lorenz das Lieblingshuhn Frau Hansen fest im Arm

Lorenz Föstl aus Markt Schwaben freut sich über seinen eigenen Hühnerstall

Markt Schwaben – Werner - Beinhart, ist eine Comicverfilmung aus den 90er Jahren, und im Moment der Lieblingsfilm von Lorenz Föstl aus Markt Schwaben. Frau Hansen, Frau Gloer oder Meister Röhrich, heißen einige der Figuren im Film und so auch neuerdings das Federtier des Fünfjährigen. Sieben an der Zahl gibt es auf dem Hof der Föstls.

Frau Hansen ist der Favorit unter den sechs Hühnern und der Gockel heißt natürlich Herr Röhrich. Es gibt auch noch eine Frau Werner, „aber die mag ich nicht so gern“. „Die mag er nicht so gern, weil die sich nicht so gut fangen lässt“, klärt sogleich Kathrin Föstl, die Mutter auf.

Eigentlich hatte sie im Juli die Idee zu den Hühnern. „Die Mama ist einfach losgefahren und hat welche gekauft“, so der Sohn des Hauses. Tiere tun Kindern gut und da der Bauernhof sonst keine hat, war der Gedankenweg zu den Hühnern kurz.

Die frischen Eier werden mittlerweile vom kleinen Geschäftsmann Lorenz an die beiden Großmütter verkauft. Fünf Stück legen die Hühnerdamen am Tag. Die Eierschachteln haben auch schon ein dementsprechendes Logo mit Bild und Verzierungen bekommen. Am besten ist es, wenn die Schachteln leer wieder zurückkommen, darauf wird beim Verkauf aufmerksam gemacht, ist es doch ein rechter Aufwand mit der Herstellung.

„Die Eier sind blitzgelb und haben manchmal zwei Dotter“, schwärmt der Fünfjährige von seinem Produkt. Bevor er in den Kindergarten geht, ist es natürlich für ihn Pflicht, den Stall zu öffnen, nach dem rechten zu sehen und vor allem Streicheleinheiten an alle zu verteilen – wohl das Wichtigste.

Übrigens das Lieblingshuhn wechselt schon mal, Frau Hansen ist es im Moment, doch Frau Werner wird es wohl nie werden, wenn sie immer davonläuft. Zu fressen bekommt die Hühnercrew Getreide, Steinmehl, Mais, Sonnenblumenkerne versetzt mit Oregano-Öl, „deshalb sind die Eier so gut“, heißt es hier direkt vor Ort.

„Ich mag sie als Spiegeleier, Kuchen und Brotzeiteier“, das glaubt man gleich, denn die eigenen Eier schmecken wohl am besten. Immer mit dabei ist Gustl, der umtriebige dreijährige Appenzeller – „der kleine oder große Bruder vom Lorenz, je nachdem“. Laut Kathrin Föstl weiß man nie genau, was Kind und Hund so anstellen. Aber die beiden sind einfach best Friends, unzertrennlich, ob im Hühnerstall oder außerhalb.

Tierlieb sind Mutter und Sohn und Federtier und Hund sollen es gut haben auf dem Hof. Aber auch schön und so stattete Lorenz den Stall mit selbstgemalten Großformaten aus. Kein Wunder also, dass die Eier so gut schmecken. tt

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