Bürgermeister von Hohenlinden blickt zurück

Maurer, der Mahner

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Hohenlinden geht es gut. In der Zeit des Jahreswechsel stimmt Bürgermeister Ludwig Maurer auch nachdenkliche Worte an

Hohenlinden – Durchatmen in Hohenlinden: Gleich zwei große Projekte konnten in diesem Jahr zum Abschluss gebracht werden. Da ist zum einen das Seniorenwohnanlage auf der Abtwiese, das heuer fertig gestellt wurde und bereits nahezu voll belegt ist. „Es war ein Mammut-Projekt. Es ist etwas Schönes daraus geworden“, sagt Bürgermeister Ludwig Maurer. Wichtig ist ihm vor allem, dass das Heim mitten in der Gemeinde liegt, ein wichtiger Aspekt für die Teilhabe am Dorfleben. „Die Alterspyramide ändert sich“, sagt Maurer. „Wir sind jetzt dafür gewappnet und haben dafür gesorgt, dass unsere Leute in Hohenlinden bleiben können. Auch der Bau der Ortsmitte, ein Projekt, das die Gemeinde seit zehn Jahren beschäftigte, wurde heuer vollendet. Es war keine leichte Zeit für die Hohenlindener, vor allem für die Gewerbetreibenden. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, sagt der Bürgermeister. „Ich denke, dass auch die Kritiker zufrieden sein dürften.“ 

Mitte des Jahres wurde die Straße mit der geänderten Verkehrsführung frei gegeben, nach Ansicht des Bürgermeisters zeige sich eine positive Wirkung: „Die neue Verkehrsregelung ist eine Geschwindigkeitsbremse, dies macht es für Fußgänger oder Fahrradfahrer leichter, die Straße zu überqueren.“ Ungefähr ein Prozent wächst die Gemeinde im Jahr, es wird versucht, hierfür Möglichkeiten anzubieten. Dabei spielt das Thema Nachverdichtung eine große Rolle. „Hohenlinden geht es gut“, sagt Maurer. „Wir haben das Glück, in einer Region zu leben, wo es vielen Menschen gut geht.“

Doch Maurer gibt auch den Mahner. Man sollte nicht die Werte vergessen, die wirklich zählen sollten. Es sind Worte, die man diese Tage öfter hört, wenn man sich mit den Amtsträgern in der Region unterhält. Viele würden gar nicht wissen, wie gut es ihnen gehe, es müsste hierfür wieder ein Bewusstsein einkehren. Das Leben bleibe oftmals auf der Strecke, es wäre doch schön, so Maurer, wenn wir uns wieder ein bisschen mehr Zeit nehmen würden und auch anderen Zeit geben würden, auch den P olitikern. In schnelllebigen Zeiten erwarte man oft, dass alles sofort umgesetzt werde – auch wenn das gerade im öffentlichen Bereich nicht immer gehe, da Vieles umfangreicher und komplizierter geworden sei. Ludwig Maurer ist ein bodenständiger Mensch, ihm gefällt das Leben auf dem Dorf. Weil hier eben auch noch das Zusammensein funktioniert. „Das Leben ist doch schön, wenn man es mit Freunden und in der Gemeinschaft verbringt“, so die Meinung des Bürgermeisters. Und gerade Letzteres funktioniere in Hohenlinden nach wie vor, wenn man zum Beispiel die Arbeit der Vereine anschaut. Besonders freut ihn das Projekt „Aktiv im Alter“. Hier werden Senioren unterschiedlichste Angebote gemacht, vom Boule spielen am Rathausplatz, über Stricktreffs, Wanderungen, Führungen bis hin zu Ausflügen. „Eine tolle Geschichte.“ Und auch wenn das Jahr 2018 mit der Vollendung von zwei Großprojekten abgeschlossen wurde, ausruhen wird man sich darauf nicht. Auch im kommenden Jahr stehen viele spannende Themen auf der Agenda. sc

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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