Jahresrückblick

Das Jahr 2018 in Markt Schwaben- Ein Jahr mit Paukenschlägen

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Markt Schwabens Bürgermeister Georg Hohmann und Joachim Weikel lassen das Jahr Revue passieren

Markt Schwaben – Mit etwas Sehenswertem für die Bürger begann das Jahr 2018: Im Unterbräusaal waren die Modelle aus dem Wettbewerb zum Schulneubau für die Öffentlichkeit ausgestellt. Den ersten Preis für ihr Konzept erhielt der Dortmunder Architekt Marius Puppendahl. Den Zuschlag für die Freianlagen dann die Münchner Landschaftsplaner Micheller und Schalk. Der Siegerentwurf besteht aus vier Gebäuden, in denen Grundund Mittelschule,

Mensa und eine Dreifachturnhalle untergebracht werden sollen. Dieser Entwurf hat auch den Zuschlag erhalten und soll nun realisiert werden. „Das war eine sehr intensive sitzungsreiche Zeit“, erinnern sich Georg Hohamann (1. Bürgermeister) und Joachim Weikel (3. Bürgermeister). „Vor allem ist zu befürchten, dass – wenn dieses Jahr eine erste Kostenschätzung für das Projekt kommt – wieder die alten Fragen nach der Sinnhaftigkeit eines Neubaus aufploppen und die Frage: Warum saniert ihr nicht? wieder erklingen wird,“ bedauert Hohmann. „Dabei besagt ein Gutachten eindeutig, dass die Summe der Sanierung 85 Prozent der Kosten eines Neubaus übersteigen würde. Dadurch wäre das Projekt nicht förderungswürdig und der Neubau ist gerechtfertigt.“

Neben der Schule machte zu Jahresbeginn aber auch ein Kindergarten Schlagzeilen. Im Kindergarten Sonnenschein wurden verfaulte Dachbalken festgestellt. Grund dafür war ein Baufehler. Von jetzt auf gleich mussten also Gruppen ausgelagert werden. Durch zwei weitere Wasserschäden, die bis jetzt dazukamen, ist der Kindergarten auch heute nur eingeschränkt nutzbar. Doch jetzt zeigte sich, wie eng man innerhalb der Gemeinde und auch über Gemeindegrenzen hinaus zusammen arbeitet. „Die Hilfsbereitschaft war sehr groß“, freut man sich im Rathaus. „Egal welcher Träger, die Bereitschaft Ausweichmöglichkeiten für die Kinder zu schaffen war und ist sehr hoch.“ 

Der doppelte Paukenschlag

 Doch nicht nur mit materiellen Fragen musste man sich im Rathaus beschäftigen. Zu Beginn des zweiten Quartals standen die personellen Fragen im Vordergrund. Aufgrund eines chronischen Erschöpfungszustandes musste sich Georg Hohmann am 10. April eine längere Auszeit nehmen. Am selben Tag kündigte der erst im Februar an den Start gegangene Vorstand des Kommunalunternehmens (KUMS) Karl-Heinz Figl. „Das war wirklich ein doppelter Paukenschlag“, erinnert sich Joachim Weikel. „Nach vier Jahren Ruhestand war ich auf einmal wieder in einem achtstunden Arbeitsalltag aktiv.“ Albert Hones als zweiter Bürgermeister übernahm im Rathaus, Weikel beim KUMS. „Und es lief gut“, so Weikel rückblickend. Jetzt konnte sich zeigen, dass die Strukturierung des Rathauses und der Zuständigkeiten, die in den letzten Jahren geschaffen wurde, greift. „Ich wusste, dass unser Rathaus so aufgestellt ist, dass fast alle Gebiete abgedeckt sind und auch wenn ich nicht da bin, der Betrieb mit dem zweiten und dritten Bürgermeister läuft“, bekräftigt Hohmann. „Und so habe ich auch wirklich die Auszeit genommen und mich nicht eingemischt – denn entweder man steigt ganz aus oder gar nicht. Ein bisschen mitmachen, so etwas geht nicht.“ 

Verstärkung im Rathaus

 Im Juni und Juli hieß man dann im Rathaus zwei neue Mitarbeiter willkommen: Öffentlichkeitsreferentin Sabrina Biertz und Wirtschaftsförderer Norbert Prien traten ihren Dienst an. Koordinierte Pressearbeit und eine einheitliche Darstellung der Gemeinde nach außen waren die Aufgabe der einen, die Kommunikation zu bereits ansässigen Unternehmern und eine wirtschaftliche Weiterentwicklung Markt Schwabens zu fokussieren, die des anderen. Mit einer neuen Homepage und zugehöriger App präsentierte Sabrina Biertz vor kurzem auch für die Öffentlichkeit sichtbare Ergebnisse dafür, dass Markt Schwaben „up to date“ sein will. Was den Bereich Wirtschaftsförderung betrifft, lässt sich eine kleine Annäherung zwischen Markt Schwabener Unternehmern und der Gemeinde als positives Signal für 2018 nennen. Im September stabilisierten sich dann auch die personellen Fragen im KUMS. Mit Bernhard Wagner übernahm ein „alter Bekannter“ den Vorstandsposten – nun hauptberuflich. Bis Ende Januar hatte er diesen Posten mit Kämmerin Martha Biberger neben seiner sonstigen Aufgaben im Rathaus innegehabt. Durch eine Satzungsänderung konnte nun Joachim Weikel als dritter Bürgermeister den Verwaltungsratsvorsitz übernehmen – eine Aufgabe weniger für Georg Hohmann, der im September ins Rathaus zurückkehrte. „Ich finde, es ist hier gut gelaufen“, schaut Hohmann auf die Zeit seiner Abwesenheit zurück. „Ich bin zufrieden, denn die ‚Bodenplatten‘ für viele der Projekte, die ich in meinem Wahlprogramm notiert habe, sind gelegt.“ gre

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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