Alternative Skitour mitten in Markt Schwaben

Über die Ostflanke auf die "Wittach"

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Erstbesteigung auf Skiern erfolgreich absolviert: Die Tourengeher des DAV-Markt Schwaben glücklich auf der "Wittach". Wenn die Alpen zu gefährlich sind wegen drohender Lawinen, hilft eben nur Kreativität.

Man muss nur kreativ sein, dann entstehen die schönsten Ideen. Und so sammelten sich DAV Mitglieder in Markt Schwaben für die erste Skitour auf die Wittach. 

Markt Schwaben – Aufgrund der anhaltend prekären Lawinenlage in weiten Bereichen des Alpenraumes gestaltet sich der Auftakt in die diesjährige Skitourensaison schwierig. Selbst die erfahrenen Skitourengehern des DAV Markt Schwaben bleiben in diesen Tagen den Alpen im Wesentlichen fern. „Aber natürlich juckt es unter den Laufsohlen – gerade auch wegen der Massen an bestem Pulverschnee“. 

So ganz ungenutzt kann die weiße Pracht nicht bleiben – und so entstand eine ungewöhnlichen Skitourenidee: Eine Tourengeherin teilte einigen Mitgliedern mit, dass sie am selben Tag um 16 Uhr die erste dokumentierte Skibesteigung der Wittach durchführen wolle und Mitstreiter suche. Die Wittach ist der umgangssprachliche Name für die – in offiziellen Karten als Wiegenberg mit 538 Metern eingetragene – höchste Ergebung um Markt Schwaben. So kam es, dass sich am Samstag, 14. Januar, 16 Erwachsene und vier Kinder in zwei Pulkas auf den Weg machten, um die Wittach über Ihre Ostflanke mit Skiern zu ersteigen. Begleitet von ungläubigen Blicken der Anwohner, setzte sich die Karawane in Bewegung. Oben angekommen, wurde der Gipfelsieg gehörig gefeiert. Die Unwirtlichkeit am Gipfel war durchaus mit höheren Gipfeln vergleichbar. Bei der Abfahrt kippten leider die beiden Pulkas um. Nachdem sich die vier kleinen Nachwuchsbergsteigerinnen wieder beruhigt hatten, waren alle schnell wieder im „Tal“. Auf- und Abstieg waren problemlos ohne Steinkontakt möglich, die Anzahl der Schwünge war überschaubar. Bei Bier und Kartoffelsuppe ließen alle gemeinsam die Tour ausklingen. Dass sich so spontan so viele Mitstreiter finden würden, hatte die Initiatorin nicht erwartet. Alle die dabei waren gehören zu denjenigen, die sich im Verein ehrenamtlich engagieren. Entweder haben/ hatten Sie ein Ehrenamt, oder engagieren sich im Rahmen der Arbeitseinsätze am Vereinsgelände. Am „Turm“ findet ein ganz wesentlicher Teil des Vereinslebens statt. Dort entstehen Freundschaften und Seilschaften. Nur dadurch lässt sich der Verein ehrenamtlich stemmen, nur dadurch kann sich das Tourenrepertoire und das bergsteigerische Niveau der relativ kleinen Sektion wirklich sehen lassen. Und nur dadurch kennen wir so viele Gleichgesinnte, dass sich fast für jede Tour auch recht spontan Tourenpartner finden. (huber)

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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