Unternehmervereinigung Markt Schwaben 2030

Markt Schwaben steht in den Startlöchern für ein "Digitales Schaufenster"

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Die Unternehmervereinigung Markt Schwaben 2030 hat das neue Konzept vorgestellt

Das Zauberwort dieses neuen Marketingtools heißt „Digitales Schaufenster“. Gemeint ist damit eine Internet-Plattform, auf der sich alle präsentieren können, Gewerbe, Gemeinde, Vereine. Dargestellt werden soll dort auch, was sonst noch alles im Ort geschieht.

Markt Schwaben – „Der Stein muss ins Rollen gebracht werden,“ betonte der erste Vorstand der Markt Schwabener Unternehmervereinigung Markt Schwaben 2030 e.V., Alois Rupprich, auf einer Infoveranstaltung der örtlichen Unternehmer und meinte damit, dass man sich der Digitalisierung stellen müsse, auch oder gerade als Unternehmer. „Die Corona-Krise zeigt: wir müssen uns sichtbar machen.“ 

Damit wird der Plan eines neuen Stadtmarketings, das die örtlichen Gewerbetreibenden schon länger beschäftigt, nun Realität. Nach fünf Jahren Auseinandersetzung und Diskussion mit der Gemeinde soll die Unternehmervereinigung demnächst in einen Stadtmarketingverein verwandelt werden, in dem die Gemeinde mit der Unternehmerstruktur zusammengefasst wird. Heißt, nicht nur die Unternehmer sind dort Mitglieder, sondern auch die Kommune sowie die örtlichen Vereine. 

Auch Einzelpersonen sind zugelassen. Das Zauberwort dieses neuen Marketingtools heißt „Digitales Schaufenster“. Gemeint ist damit eine Internet-Plattform, auf der sich alle präsentieren können, Gewerbe, Gemeinde, Vereine. Dargestellt werden soll dort auch, was sonst noch alles im Ort geschieht. Es ginge nicht darum, einen gemeinsamen Internetshop ins Leben zu rufen, verdeutlicht Rupprich, betont aber zugleich, dass eine derartige Verkaufsplattform durchaus daraus erwachsen könne, zumindest in den kommenden Generationen, denn: „die Zukunft des Handels liegt im Internet.“ Bürgermeister Michael Stolze war voll des Lobes für dieses Vorhaben und bezeichnete das Konzept als notwendige Konsequenz der Corona-Krise. Zugleich warnte er: „Digitalisierung ja, aber in verdau­lichen Schritten.“ Und er machte deutlich, dass die Gemeinde zwar ihren Mitgliedsbeitrag – der für jedes Mitglied 120 Euro halbjährlich betragen soll – leisten werde, darüber hinaus aber keine Mittel zur Verfügung stellen könne, um die Plattform mitzufinanzieren.

Ende September, Anfang Oktober soll die nächste Infoveranstaltung zum Markt Schwabener Digitalen Schaufenster stattfinden. Bis dahin will man derzeit offene Fragen klären. Zum Beispiel ist noch nicht entschieden, ob mit der neuen Marketingstrategie die bisherige Unternehmervereinigung aufgelöst und als Stadt- und Unternehmervereinigung neu zu gründen ist, oder ob eine Satzungsänderung ausreicht. Das seien juristische Fragen, die noch geklärt werden müssen, so Rupprich. Etwa 70 Prozent der Markt Schwabener Unternehmer hätten sich bereits positiv für das Digitale Schaufenster ausgesprochen. Stolz ist man darauf, die erste Gemeinde im Landkreis zu sein, die derartiges ins Leben ruft, Vorreiter also. 

Beispiele derartiger Plattformen hat man sich bereits angeschaut, etwa in Günzburg. Insofern, so der Rathauschef, müsse man das Rad nicht neu erfinden. Die Rückmeldungen aus dem Saal waren durchweg positiv, auch wenn noch diskutiert werden muss, wie der Verein zukünftig heißen soll und ob dabei der bisherige Name „Markt Schwaben 2030“ Einzug finden kann. Als nächsten Schritt will man Arbeitsgruppen gründen – „Handel, Handwerk & Marketing“, „Digitaler Markt“ und „Kultur und Veranstaltung“ -, die die neue Plattform weiterentwickeln sollen. Mit der Neuwahl der Führungsebene auf der Jahreshauptversammlung am 22. September werden dann die Weichen für die Umsetzung des Projektes gestellt - Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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