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Storch im Markt Schwabener Moos tot aufgefunden

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Von: Christian Schäfer

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Storch in Markt Schwaben
Bei dem totem Storch handelt es sich nicht um ein Tier aus der Umgebung, sondern um einen ziehenden Storch aus der Schweiz. © privat

Im Markt Schwabener Moos wurde ein Storch tot aufgefunden. Der Verdacht: ein freilaufender Hund hat das Tier gerissen. Die Gemeinde appelliert an Hundebesitzer, die Tiere an der Leine zu halten

Markt Schwaben – Die Jungstörche in Markt Schwaben sind in Gefahr, so die Meldung aus dem Rathaus Markt Schwaben. Nach acht Jahren ist endlich wieder ein Jungstorch im Markt Schwabener Horst. 2014 gab es eine massive Störung am Horst, bei dem die Vögel ihr Nest verließen. Nun endlich war ein Storchenpaar so standhaft, verteidigte den Horst gegen andere Störche. Über den Jungvogel freuten sich nicht nur die Kindergartenkinder auf deren Hausdach das Zuhause der großen Zugvögel ist, in ganz Markt Schwaben ist der junge Storch eine freudige Nachricht gewesen.

Einen Tag nachdem der Storchenexperte Richard Straub vom Landesbund für Vogelschutz den Jungvogel fotografiert hatte, kam ein Anruf vom Ordnungsamt Markt Schwaben, dass ein toter Storch im Moos liegt. Das Schabener Moos ist Nahrungshabitat für das Storchenpaar in Siggenhofen, Forstinning und auch für die Schwabener. So war die Anspannung groß, welcher Storch es wohl wäre, der da im Schwabener Moos umkam.

Das tote Tier stammt aus der Schweiz

Tragischerweise fehlt seit einigen Wochen ein Brutstorch in Siggenhofen, wodurch die Jungen eingegangen sind und nur noch der verbliebene Partner sporadisch im Horst zu sehen ist. Wäre also der verbliebene Storch das Opfer gewesen, dann hätte sich der Bestand in Siggenhofen quasi aufgelöst. Es hätte aber auch ein Storch aus Forstinning sein können, wo einer von zwei Jungstörchen noch lebt. Gleiche Sorge galt für die Schwabener Störche.

toter Storch Markt Schwabener Moos
Der tote Storch im Markt Schwabener Moos © privat

Anhand der Beringung stellte sich jedoch heraus, dass es ein ziehender Storch aus der Schweiz war und die umliegenden Storchenhorste nicht von dem Unglück betroffen waren. Die beiden Mitarbeiter des Ordnungsamtes erkannten aber auch sofort die Rissverletzungen um den Brustbereich. So liegt der Verdacht sehr nahe, dass ein freilaufender Hund, oder besser dessen Halter verantwortlich für den Tod des Vogels ist, so die Mutmaßung aus dem Rathaus. Dieses Jahr sind auch bereits Rehkitze und ein Fasan im Moos gerissen worden. Informationstafeln und Flyer weisen die Besucher und Spaziergänger auf Verhaltensregeln auf, laut Rathaus werden diese aber zu wenig beachtet. So bittet zum wiederholten Mal der Landesbund für Vogelschutz, wie auch die Gemeinde Markt Schwaben die Besucher, sich bitte an die „Besuchsregeln“ zu halten und vor allem die Hunde an der Leine zu führen. Der LBV möchte Anzeige erstatten und bittet um entsprechende Beobachtungen. tt

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