Müllprobleme

Markt Schwabens Müllcontainer werden überwacht

Überfüllte Container
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Überfüllte Container und achtlos weggeworfener Müll sorgen für Unmut

Das leidige Müllproblem in der Marktgemeinde ist immer noch ein großes Thema – Detektei kontrolliert die Standorte

Markt Schwaben – Das leidige Müllproblem ist gerade in Corona-Zeiten verstärkt sichtbar geworden. In den Wertstoffhöfen sind die aufgestellten Container schneller voll als in „normalen“ Zeiten. Aber bei den Wertstoffinseln – wenn überhaupt vorhanden – zeigen verschmutzte Flächen, überfüllte Container (vor allem mit Papier), achtlos weggeworfene Kartons, Flaschen und manchmal sogar Sperrmüll die schwierige Situation für die Gemeinden. Die Verwaltung schafft es nicht – trotz Informationen aller Art – dem Problem Herr zu werden. Dieses Manko wollten die Zukunft Markt Schwaben (ZMS) mit einem Antrag im Marktgemeinderat ansprechen.

Die beiden Fraktionskollegen Sascha Hertel und Wolfgang Korda fordern höhere Frequenzen bei der Leerung, größere Container, mehr Wertstoffinseln, andere Öffnungszeiten am Wertstoffhof sowie eine Bedarfsanalyse für kommende Verhandlungen mit dem Landratsamt. In der jüngsten Marktgemeinderatssitzung referierten Katrin-Maria de Laporte und Rebecca Stiegler vom Ordnungsamt über die Situation in der Abfallwirtschaft, die sich aus den Säulen „Einsammeln“, „Transport“ und „Entsorgen“ zusammensetzt, wobei die Zuständigkeiten zwischen Marktgemeinde und Landratsamt genau geregelt sind.

Auch die Finanzen: Seit 2007 zahlt der Landkreis 1,79 Euro pro Einwohner und Jahr für die Bereitstellung, Instandhaltung und den Betrieb an die Marktgemeinde. Die unterhält aktuell 14 Containerstandplätze im Ortsbereich. Leider sind diese – auch durch die wachsende Einwohnerzahl und Gewerbebetriebe – nicht mehr ausreichend. Zudem wird der neue Wertstoffhof als zentrale Entsorgungsstelle nicht wie erhofft angenommen. Was kann man tun? Man könnte die Zahl der Standplätze – neu oder erweitert - sowie die Anzahl der aufzustellenden Container erhöhen. Doch ist dies leichter gesagt als getan: Mal reicht die bestehende Fläche zu baulichen Erweiterung nicht aus oder es passt kein weiterer Container mehr auf den Standort.

Auch für neue Inseln braucht man Platz – nur fehlen dafür aktuell die nötigen Grundstücke. Als Vorschläge wurden Neubauten und Erweiterungen präsentiert: bestehende Container am neuen Wertstoffhof auch außerhalb der Öffnungszeiten zugänglich machen, Ausbauten Am Erlberg, im Burgerfeld, im Hauser Weg, in der Seilergasse, in der Lilienthalstraße und in der Bahnhofstraße. Erweitert könnten die Standorte Enzensberger Straße/von-Suttner-Straße, Höhenrainerweg und Wallbergstraße. Ob diese Maßnahme Abhilfe bringt und auch finanziell möglich ist, muss von der Verwaltung erst geprüft werden. Was jedoch in der Sitzung mit knapper Mehrheit gleich entschieden wurde, ist der Einsatz einer Detektei für ein halbes Jahr zur Überwachung der Standorte. Bürgermeister Michael Stolze wies auf zwei Landkreis-Kommunen hin (Poing und Ebersberg), die mit dieser Überwachung gute Erfahrungen machen. Auch mit dem finanziellen Aufwand – 30 Stunden/Monat für bis zu 1.500 Euro – konnten sich viele Gremiumsmitglieder anfreunden. Eine Videoüberwachung wurde bei der Diskussion wegen Datenschutzprobleme abgelehnt. - fu

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