E-Mobilität

Mehr E-Ladesäulen für Poing

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Symbolbild

Bisher gibt es drei Ladesäulen im Gemeindegebiet – Der Gemeinderat stimmte einstimmig für einen Ausbau des Netzes

Poing – Die E-Mobilität ist in aller Munde, wird finanziell gefördert – aber die nötige Infrastruktur lässt noch zu wünschen übrig. Damit rechtzeitig Lösungen dafür in Poing parat stehen, hat die Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen den Antrag „Ladestationen für Elektrofahrzeuge“ an die Verwaltung eingereicht. 

Die drei Unterzeichner möchten, „dass die Gemeinde zusammen mit der Energieagentur des Landkreises Ebersberg geeignete Konzepte für Elektrofahrzeuge im Gemeindegebiet erarbeitet“. 

Dabei sollten folgende Punkte berücksichtigt werden: - Ladestationen im öffentlichen Raum (Straßen) zur öffentlichen Nutzung; - Ladestationen auf Parkplätzen, in Tiefgaragen, an öffentlichen Gebäuden oder Grundstücken der Gemeinde; - verbindliche Vorschriften für alle in aktueller Planung befindlichen Neubau- und Umbauprojekten zum Aufbau einer Ladeinfrastruktur, z.B. durch vorgeschriebene Quoten für E-Parkplätze und Ladestationen sowie durch Vorrüstungen von Leerrohren an allen Parkplätzen zur nachträglichen Installation; - Aufklärung von Besitzern privater Parkflächen über Förderung durch Bund und Länder; - Unterstützung von Pendlern durch Einrichtung von Ladestationen an S-Bahnhöfen. 

Zudem sollten die Stationen so verteilt werden, dass die Elektrofahrzeuge überall im Gemeindegebiet problemlos geladen werden können. Im Zusatz des Antrags liefert die Fraktion gleich den aktuellen Stand der Ladeinfrastruktur: So gibt es im Gemeindegebiet drei AC-Ladesäulen (bis elf KW) – verteilt auf Parkhaus S-Bahn, Seewinkel und BayWa.

Nutzung nur für Bewohner Die sind aber eingeschränkt nutzbar. Die Säule an der S-Bahn ist nicht in das EON-Netzwerk integriert und funktioniert nur mit einer speziellen Karte der Bayernwerke.

Im Seewinkel ist eine spontane Nutzung nicht möglich, da die Station nur für Bewohner des Seewinkels vorgesehen ist. Bei der BayWa können nur Kunden unter Anleitung eines Mitarbeiters während der Öffnungszeiten laden. 

Zudem gibt es im Gemeindegebiet keine Möglichkeit für beschleunigtes Laden. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde der Antrag diskutiert und zugleich von der Verwaltung beantwortet. Nach deren Ausführung besteht schon seit 2018 auf Landkreisebene ein Elektromobilitätskonzept, bei dem u.a. auf öffentliche sowie private Ladeinfrastruktur hingewiesen wird. Außerdem steht der kommunale Energieversorger EBERWerk als Kooperationspartner für alle Landkreisgemeinden zur Verfügung.

In Auftrag gegeben Bürgermeister Albert Hingerl sagte, dass „ein Mobilitätskonzept für die Wohngebiete W 7, W 8 und Gesamtgemeinde bereits 2019 in Auftrag gegeben wurde. Es bestehen bereits Planungen für Ladesäulen im Wohngebiet W 7 nördlich der Bergfeldstraße. 

Da arbeitet die Gemeinde eng mit der ARGE Poing am Bergfeld zusammen“. Als weitere Aktivitäten nannte Hingerl: „An der Grundschule am Bergfeld wurden im Bereich der Lehrerparkplätze Vorrüstungen für Ladestationen von Anfang an geplant und durchgeführt. 

Auch an der Grundschule Karl-Sittler-Straße sind drei E-Ladesäulen in der Tiefgarage und zwei im Freien an der Westseite geplant“, so Hingerl „und bei der Sanierung des P+R-Gebäudes am Bahnhof werden weitere Säulen in die Planung aufgenommen.“ 

Für Franz Langlechner (CSU) „darf der Strom auf keinen Fall kostenlos sein und wir müssen bei W 7 über eine Ladestruktur nachdenken, z. B. über Photovoltaik.“ Albert Hingerl erklärte, dass es „bei älteren Häusern Probleme mit der Infrastruktur gibt – bei öffentlichen Projekten und Neubauten jedoch nicht.“ Das Gremium nahm einstimmig den Antrag an. fu

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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