Mehr Grün für Poinger Unterführung

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Der Betonbau soll ein „echtes Schmuckstück“ werden

Das graue Erscheinungsbild stört – eine insektenfreundliche Begrünung soll her

Poing – Nach der Fertigstellung der neuen Bahnunterführung freuen sich vor allem jene, die auf den beiden Bahnsteigen zur S-Bahn eilen. Ebenso die Bürger, die jetzt auf kurzem Weg vom Marktplatz zur Bahnhofstraße und wieder zurücklaufen. Aber trotz der Fußweg-Erleichterungen stört die Bürger (und auch die Verwaltung) das graue Beton-Erscheinungsbild des Bauwerks. Man könnte es anmalen, mit Graffity-Kunstwerken versehen oder warten, bis jemand mit einem praktikablen Vorschlag um die Ecke kommt. 

Das ist jetzt schon passiert: Die Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen präsentierten ihre Vorstellungen über eine „grüne“ Unterführung. In einer Mitteilung schreibt Gemeinderätin Yvonne Großmann: „Bei aller Freude über unsere neue Bahnunterführung: so richtig schön sieht sie (noch) nicht aus. Da fehlt noch eine attraktive insektenfreundliche Begrünung! Und zwar nicht nur auf den vorgesehenen Blumenwiesen, sondern auch am Bauwerk selbst, insbesondere an den seitlichen Beton-Schrägen der Rampe zum Marktplatz Das würde nicht nur die Ästhetik der Unterführung verbessern, sondern auch das örtliche Mikroklima.“ Leider ist in der Unterführung aus bautechnischen Gründen keine Bepflanzung möglich. 

Deshalb wollen die Antragsteller „prüfen lassen, ob oben an den Zugängen an Stelle der aufgestellten Pflanztröge ausreichende Pflanzgruben für standortgerechte Bäume in der Asphaltfläche geschaffen werden können. Diese Bäume würden den Fußgängern Schatten spenden und Insekten Lebensraum bieten.“ Für Großmann wäre der Vorschlag, „die Oberkanten mit rankenden, herunterhängenden Pflanzen wie Wilder Wein oder Efeu bzw. auch einjährigen Blühpflanzen wie rankender Kapuzinerkresse zu bepflanzen, ein akzeptabler Konsens. Damit wäre die Begrünung der Beton-Schrägen von oben möglich.“ 

„Zusätzlich könnten diese Schrägen aber auch direkt begrünt werden“, schreibt die Rätin, „am schönsten wäre eine Trockenmauer-Begrünung mit standortgerechten Arten wie z.B. Mauerpfeffer. Dazu wäre aber eine raue Trageschicht oder Platte mit Nischen und Ritzen für die Pflanzerde erforderlich. Alternativ gibt es professionelle Systeme unterschiedlicher Anbieter für „vertical gardening“. Damit ließen sich sogar völlig senkrechte Wände begrünen.“ Zum Schluss blickt Yvonne Großmann positiv in die Zukunft: „Mit etwas Phantasie könnte unser derzeit doch recht nüchterner Betonbau ein echtes Schmuckstück ­werden!“ - fu

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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