Fleißig!

Die Mitglieder des Bund Naturschutzes Ortsgruppe Forstinning haben bei der Mahd auf schweres Gerät verzichtet

+
Fleißig waren die Mitglieder des BN und haben die Mahd per Hand durchgeführtFoto: Wirth

Die Mitglieder des Bund Naturschutzes Ortsgruppe Forstinning haben auf Mahd mit schwerem Gerät verzichtet – Streuobstwiesen sorgen für Artenvielfalt und bieten heimischen Vogelarten ein Zuhause

Forstinning – Durch die Gründung der Ortsgruppe Forstinning des Bund Naturschutzes 2017 kann nun von Seiten des BN ein größeres Augenmerk auf die eigene Streuobstwiese am Rande des Ebersberger Forstes in Forstinning geworfen werden. Die Streuobstwiese wurde 2003 dem Bund Naturschutz von einem Naturliebhaber aus Forstinning geschenkt. Dort stehen aktuell knapp 20 verschiedene Obstbäume, welche gegenüber dem Verlust von Millionen von Obstbäumen in Bayern zwar kaum ins Gewicht fallen aber dennoch unterstreichen, dass jeder etwas für die Artenvielfalt tun kann. So wurden bereits durch das Vorstandsmitglied und Obstbaumkundler Joachim Wimmer die Obstbäume zugeschnitten und im letzten Jahr zusammen mit dem Imkerverein eine Blumen-Pflanzenaktion auf der Streuobstwiese durchgeführt. In diesem Jahr hat sich die Orts- und Kreisgruppe dafür entschieden, die Mahd nicht mehr mit schwerem Gerät durchführen zu lassen, sondern von Hand. Die Mahd wurde in diesem Jahr sehr spät durchgeführt, damit Nester von bodenbrütenden Vögeln nicht zerstört werden und die Wildblumen aussamen können. 

Durch die Entscheidung, von Hand zu mähen und zusammen zu rechen, konnte die Fläche in zwei Schritten bearbeitet werden. Dies hat aus ökologischer Sicht den Vorteil, dass die Insekten zwischen den Flächen hin und her „wandern“ können. Gesagt, getan. So haben sich aktive BN-Mitglieder der Orts- und Kreisgruppe auf der Wiese zusammengefunden das Heu ­zusammengerecht. Mit großer Vorfreude blickt man nun auf weitere Arbeitsdienste auf der Naturschutzwiese am Ebersberger Forst in den kommenden Jahren. In diesem Zusammenhang möchte der BN darauf hinweisen, dass Streuobstwiesen zwar ein vom Menschen geschaffener Lebensraum sind, diese mittlerweile aber für die Artenvielfalt elementar geworden sind. So sind zum Beispiel auf Streuobstwiesen zehn Mal mehr Vogelarten heimisch als in bewirtschafteten Obstplantagen. Wer an der Mitarbeit auf der Streuobstwiese Forstinning interessiert sind, einfach eine Email schicken an die BN-Kreisgeschäftsstelle bnkreis-ebersberg@t-online.de - Eva Maria Wirth

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

Auch interessant:

Kommentare