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Das Moos-Leben allen Bürgern direkt näher bringen

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Glonns Bürgermeister Martin Ersterl (re.) war als Vertreter des Landrates bei der Moosbegehung dabei. 	Foto: wal
Glonns Bürgermeister Martin Ersterl (re.) war als Vertreter des Landrates bei der Moosbegehung dabei. Foto: wal

Georg Adlberger will ein sinnvolles Miteinander der Nutzer – Informationstafeln sollten entsprechend an den Spazierwegen platziert werden

Markt Schwaben – Wie geht es im Schwabener Moss weiter? Wie können dort Mensch und Natur, Hundeliebhaber und Storch, Landwirte und Spaziergänger unter einen Hut gebracht werden? Um Argumente und Meinungen vor Ort zu klären, oder sie ohne Emotionen zu diskutieren, lud die „Interessensgemeinschaft Schwabener Moos“ Interessierte zur gemeinsamen Begehung des Geländes östlich der Marktgemeinde an Sempt und Schwarzgraben ein. Als Treffpunkt hatten die Organisatoren den Hof von Georg Adlberger ausgesucht, der als aktiver Landwirt über seine Erfahrungen mit „dem Moos und seinen Bewohnern“ berichten sollte. Gekommen waren trotz Dauerregens unter anderem Bürgermeister Martin Esterl aus Glonn in Vertretung von Landrat Gottlieb Fauth und der stellvertretende Vorsitzende vom Landesbund für Vogelschutz, Kreisgruppe Ebersberg, Rainer Förderreiter, sowie rund zwei Dutzend Bürgerinnen und Bürger. „Früher hat es hier im Moos sehr viele Tiere und sehr wenig Menschen gegeben“, betonte Georg Adlberger, „heute ist es genau umgekehrt!“ Trotzdem müsse man mit Vernunft ein sinnvolles Miteinander anstreben, mit Strafen alleine sein keinem gedient. „Es wird immer Leute geben, denen das alles egal ist und die sich an keine Vorgaben halten“, betonte der Landwirt. Deshalb plädierte er für Aufklärungstafeln an den Spazierwegen, außerdem müssten diese Leute immer wieder angesprochen und auf ihr Verhalten aufmerksam gemacht werden. Rainer Förderreuter hingegen glaubt nicht daran, dass man Menschen alleine durch Selbstverpflichtung zur Vernunft bringen könne. „Ich bin für harte Strafen“, betonte er, ohne eine Lösung nach Kontrollen mitzuliefern. Nur wer zur Kasse gebeten wird ändere sein Verhalten, mutmaßte er. Nicht alleine Spaziergänger und Hunde stören seiner Ansicht nach die Jung Brut, sondern vielmehr die Landwirte mit ihren Maschinen. „Früher wurde eine Wiese zwei- oder höchstens dreimal im Jahr gemäht, heute bereits bis zu sieben Mal“, kritisierte er, „wo und wann soll bei extremen Anbau von Mais und zu wenig Wiesen der Storch sein Futter für die Jungen finden?“ Nach einer kurzen Diskussion begann Adlberger seinen Rundgang durch das Moos. Er zeigte den Teilnehmern die sensiblen Gebiete, die von Spaziergängern und Hunden ganz gemieden werden sollen. „Hier sollten Informationstafeln aufgestellt werden“, betonte er, „damit die Flächen und die dort lebenden Tiere in Ruhe gelassen werden!“ Martin Esterl berichtete von Erfahrungen in Glonn: „Informationstafeln wurden bei uns sehr gut angenommen. Es wird aber auch nötig sein, bestimmte Leute immer wieder auf ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen!“ wal

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