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Mützen stricken für ein Kinderleben

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Forstinning

(wal) – „Rund um die Wolle - eine Mütze kann Leben retten!“ Unter diesem Motto fand in der Aula der Grundschule Forstinning eine Informationsveranstaltung statt, die vom örtlichen Verein „Mach mit“ organisiert worden war. „Wir haben bereits über 800 Mützen gesammelt“, erklärte einen Tag später Gisela Peschke, „weitere können bis zum 15.Juli im Rathaus Forstinning abgegeben werden“. Am „Wolltag“ hatten sich sechs Vereine beteiligt. Dauerregen war schuld daran, dass die ursprünglich für die „Kapellenwiese“ vorbereitete Informationsveranstaltung mit Workshop in die Schule verlegt werden musste. Das hatte auch zur Folge, dass nur zwei lebende Schafe in einem kleinen abgezäunten Platz des Pausenhofes untergebracht werden konnten. Die eigentlichen Aktivitäten fanden im Trockenen statt, dort gab es auch Kaffee und Kuchen, sowie andere Appetithappen. Welchen Weg nimmt die Wolle von der Schafschur bis zum Pullover? Diese Frage wurde umfassend theoretisch und praktisch beantwortet. Waschen, trocknen, entfilzen, färben und zu Garn verarbeiten. Drei Spinnräder waren aufgebaut, deren „Schwungräder“ per Fuß von kundigen Damen angetrieben unaufhörlich surrten. Aus Wolle kann aber noch viel mehr gemacht werden. Dies wurde an mehreren Tischen demonstriert, Kinder und Erwachsene durften selber alles selber ausprobieren. Da wurden lustige Wollkunstwerke gebastelt, mit Fäden Bilder nach genäht, bunte Freundschafsbänder geflochten und der Umgang mit der Strickliesel demonstriert. Welche Nadel verwende ich für welches Garn? Auch hier wurden Interessierte gut beraten. Spiele und Geschichten vorlesen ergänzte das Programm für Kinder, während in einer Gruppe von Frauen fleißig gestrickt wurde. Die Aktion „Eine Mütze kann ein Kind retten“ wurde von der Organisation „Save the Children“ ins Leben gerufen. „Eine Babymütze hält das Neugeborene warm und kann so vor Infektionskrankheiten schützen“, heißt es in einem Faltblatt. Denn rund vier Millionen Kinder sterben jährlich weltweit, bevor sie ein Monat alt sind. In nur zwei Minuten sinkt die Körpertemperatur eines nackten Neu- geborenen um lebensbedrohliche zwei Grad.

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