Für Euch gelesen

Herbstzeit ist Lesezeit! Heute: „Und Gott sprach: Wir müssen reden!“ von Hans Rath

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Buchcover Hans Rath "Und Gott sprach: Wir müssen reden!"

Herbstzeit ist Lesezeit! In unserer neuen Reihe stellen wir Bücher vor, die es wert sind, gelesen zu werden. Susanne Gnann-Pohle von der Bücherei in Markt Schwaben empfiehlt: „Und Gott sprach: Wir müssen reden!“ von Hans Rath

Titel des Buches

„Und Gott sprach: Wir müssen reden!“ ist der erste Teil einer Trilogie von Hans Rath, die beiden Folgebände sind: „Und Gott sprach: Der Teufel ist auch nur ein Mensch!“ und „Und Gott sprach: Du musst mir helfen“.

Worum geht es?

Den Psychotherapeuten Jakob Jakobi hat das Glück verlassen. Geschieden, pleite und beruflich gescheitert: So gebeutelt trifft Jakobi auf Abel Baumann, einen ebenfalls glücklosen Zirkusclown. 

Der leidet offenbar an einer kuriosen Persönlichkeitsstörung, denn er hält sich für Gott und sucht einen Therapeuten auf. Jakob ist fasziniert von den vielfältigen, seiner Meinung nach aber komplett irdischen Talenten seines vermeintlichen Patienten . 

Doch bald ist der Psychologe nicht mehr so sicher, mit wem er es wirklich zu tun hat. Und wer hier eigentlich wem hilft. Abel Baumann kämpft mit bewundernswerter Zähigkeit darum, dass Jakob seine Geschichte glaubt, dass er ihm seine Identität abnimmt. "Ich soll also ernsthaft glauben, dass du Gott bist?" – "Du sollst es nur in Erwägung ziehen. Mehr nicht." „Am achten Tag ging Gott in Therapie“: Es ist ein sehr liebenswerter Gott, der im Berlin unserer Tage die Hilfe eines Psychotherapeuten sucht, nachdem wir Menschen ihm die Freude an uns und seiner Schöpfung gründlich verdorben haben, er gesteht dabei seinem Therapeuten: "Das also ist die Situation: Ich habe mich durch die Weltgeschichte gehangelt und versucht, alles zum Besseren zu wenden. 

Und was ist dabei herausgekommen? Nichts! Null! Ich bin auf der ganzen Linie gescheitert. Schau dir die Welt an! Hunger, Krieg, Katastrophen, Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Umweltverschmutzung, wohin man sieht. Habe ich was vergessen? Sieht so eine göttliche Bilanz aus?“

Für wen ist das Buch interessant?

Leicht und locker geschrieben, doch klug und durchdacht, regt diese amüsante Lektüre die Leser nicht selten zu persönlichem Nach- und Weiterdenken an . 

Wie bei jedem Buch ist es natürlich Geschmackssache, wie man es so findet und es hängt auch immer davon ab, in welcher Stimmung und mit welcher Absicht man es zur Hand nimmt. 

Da die Geschichte um die Weihnachtszeit angesiedelt ist, passt das Buch auch perfekt zur Jahreszeit. Wer weiter lesen möchte, alle drei Romane gibt es zur Ausleihe in der Bücherei Markt Schwaben gibt es hier

Zum Autor

Der Autor, Hans Rath (geb. 1965) studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie und das merkt man in seinen Büchern, er lässt große Gedanken in leicht daher kommenden Konversationen einfließen und hat einen tiefsinnigen Humor, sehr oft darf man beim Lesen schmunzeln. Mit seiner Familie lebt er in Berlin, wo er unter anderem als Drehbuchautor tätig ist. Susanne Gnann-Pohle

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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