Neuer Standort könnte bessere Lösung bringen

Markt Schwaben

(wal) – Großes Interesse herrschte an einem Informationsabend zur geplanten Biogasanlage im Norden von Markt Schwaben, nahe der BSG-Sportanlage. Bürger hatten im Vorfeld protestiert, sie befürchten neben der Geruchsbelästigung auch Lärm und erhöhtes Verkehrsaufkommen. „Viele Bedenken konnten heute aufgeklärt und entschärft werden“, war Bernhard Winter nach der Veranstaltung im Sitzungssaal sehr zufrieden, „es ist alles überaus sachlich und konstruktiv verlaufen“. Der Markt Schwabener Bürgermeister versprach, die Öffentlichkeit auch weiterhin zu informieren, wenn sich neue Erkenntnisse ergeben. In einem Kurzreferat stellte der spätere Betreiber Jakob Wolf aus Gelting die Funktion der Biogasanlage am geplanten Standort vor. „Laut Vorgabe muss zur Wohnbebauung ein Mindestabstand von 300 Meter eingehalten werden“, betonte er, „das ist hier der Fall“. Dennoch waren er und Wolfgang Lichti als Grundeigentümer bereit, über Alternativen zu diskutieren. Demnach käme weiter westlich auch ein anderes Grundstück als Standort in Frage. „Das ist etwa 400 Meter weiter weg als das erste Grundstück“, betonte Wolf. Er fügte hinzu, dass auch hier der Eigentümer Wolfgang Lichti heißt. Die Anlage soll nach der Realisierung etwa 500 Kilowatt an Leistung erbringen. „Es ist beabsichtigt, die Anlage mit dem seit ein paar Jahren existierenden Hackschnitzelheizwerk der EON am Adalbert-Stifter-Weg zu verbinden. Diese Anlage wird mit Holzhackschnitzel gespeist, die in Taglaching getrocknet werden. Nach Aussage von Jakob Wolf fährt das Kraftwerk im Sommer auf „Sparflamme“ und erzeugt dadurch einen relativ höheren CO2-Ausstoß. Durch Wärmezufuhr aus der Biogasanlage könnten die Verbrennung der Hackschnitzel im Sommer komplett eingestellt werden. Ein weiterer Grund, die Biogasanlage zu realisieren. Wie Bürgermeister Winter betonte, könnte das Thema in neuer Fassung noch vor der Sommerferien auf die Tagesordnung des Marktgemeinderates kommen.

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