Bei Tempo 50 in der Plieninger Straße sind Poing die Hände gebunden

Poing bleibt an Versetzung des Ortsschildes dran

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Eine Versetzung der Ortstafel an der Plieninger Straße Richtung Ottersberg ist ohne Landratsamt nicht möglich.

Obwohl Poing durch die Vorgaben aus dem Landratsamt die Hände gebunden scheinen, hält die Gemeinde an einer Versetzung des Ortsschilds für eine Geschwindigkeitsbeschränkung fest.

Poing – „Verbesserung der Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer auf dem Weg zum Sportzentrum und zur Gaststätte Zur Einkehr“ – so lautete die Überschrift des Antrags der Gemeinderatsfraktion der Grünen (Sieglinde Pehl, Werner Dankesreiter und Manfred Kammler) an Bürgermeister Albert Hingerl (FALKE berichtete). Erreicht soll das mit der Versetzung der Ortstafel an der Plieninger Straße an den nördlichen Ortsrand. Damit könnte eine Geschwindigkeitsbeschränkung an der Plieninger Straße auf 50 km/h ermöglicht werden. 

Erheblicher Umweg für Anwohner 

Zudem argumentierten die Antragsteller: „Für Bewohner des Zauberwinkels, Seewinkels und des nördlichen Teiles des W1 bedeutet die Benutzung der Fußgängerbrücke oder gar der Ampelanlage an der Gruberstraße einen erheblichen Umweg“. Mit diesem Antrag beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am 28. Februar. Dem lag eine Stellungnahme der Verwaltung vor, in der auf die Straßenverkehrsordnung hingewiesen wird, die eine Versetzung des Schildes nicht gestattet. Ist doch die Plieninger Straße eine Kreisstraße und fällt in die Anordnungszuständigkeit des Landratsamt Ebersberg. Und deren Argumentation: „Die Zeichen sind ohne Rücksicht auf Gemeindegrenzen oder Straßenbaulast dort anzuordnen, wo ungeachtet einzelner unbebauter Grundstücke die geschlossene Bebauung auf zumindest einer Straßenseite für den ortseinwärts Fahrenden erkennbar beginnt“.

Somit ist der Einfluss der Gemeinde gleich Null, was auch Bürgermeister Albert Hingerl bestätigte: „Wir haben eine Information vom Ebersberger Landratsamt erhalten, dass der Gemeinderat hier nichts mitzureden hat“. Albert Hingerl kommentierte dies selbstbewußt: „Wir reden trotzdem mit.“ Nach Meinung der Verwaltung kann man im Bereich südlich der Rosenstraße die Vorschriften zugunsten einer Versetzung interpretieren. Dort wäre die Einstufung einer geschlossenen Ortschaft im Sinne der Straßenverkehrsordnung vertretbar. Aus Sicht der Verwaltung sind erkennbare Hauseingänge, einen deutlich sichtbaren Radweg, Sport- und Schulstraße wahrnehmbar. Autofahrer müssten sich dort durch häufige Querungen und Abbiegevorgänge auf komplexere Verkehrsbeziehungen einstellen. Für die Fraktion der Freien Wähler ist der im Antrag erwähnte „erhebliche Umweg über die Fußgängerbrücke“ nicht nachvollziehbar und deren Sprecher Manfred Vodermeier konterte, dass es für manche Bewohner des nordöstlichen Blumenviertels der Weg über die Brücke kürzer wäre. 

Querung gefährlich 

In einer FW-Presseerklärung zur Ratssitzung heißt es: „Eine Querung der Plieninger Straße ist und bleibt gefährlich, egal, ob 50 oder 60 km/h an dieser Stelle angeordnet ist. Hier sollte man keine zusätzlichen Anreize schaffen… Viele, die jetzt an dieser Kreuzung die Straße überqueren, sind Parkplatzsucher in der Rosenstraße. Diese Situation sollte sich nach der Erweiterung des Parkplatzes deutlich verbessern. Eine Versetzung des Ortsschildes gemäß Antrag wird von der FWG-Fraktion unterstützt, sofern es verkehrsrechtlich möglich ist und für Poing keine erheblichen einmalige und vor allem laufende Kosten entstehen (Unterhaltskosten etc.). Zukünftig bauliche Maßnahmen im Kreuzungsbereich Rosenstraße / Plieninger Straße hingegen sind aufgrund der bestehenden sicheren Variante Brücke oder Zugang aus Süden aus unserer Sicht aber unbedingt zu vermeiden und werden daher abgelehnt.“ Positiver sahen jedoch die Fraktionen von SPD, FDP und CSU den Grünen-Antrag und so wurde der Beschlussvorschlag „Die Verwaltung wird beauftragt, beim Landratsamt Ebersberg einen Antrag auf Versetzen der Ortstafel soweit wie möglich in nördlicher Richtung – mindestens auf Höhe Rosenstraße zu versetzen“ mit einer Gegenstimme verabschiedet. Laut Verwaltung ist ein Ortstermin mit Landratsamt und Polizei geplant. (fu)

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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