Aus dem Polizeibericht

Osterwochenende während der Pandemie - Polizei zieht Bilanz

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Viele Bürger halten sich vorbildlich an die Beschränkungen, dennoch waren jeweils zwei Gruppen von drei Männern in Vaterstetten unterwegs, die sich nicht an die Ausgangsbeschränkung hielten

Region - Über die Osterfeiertage führten die Einsatzkräfte der Dienststellen, teilweise mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei, Kontrollen zur Überwachung der bestehenden Ausgangsbeschränkung durch.

Vom Karfreitag beginnend bis Ostersonntag wurden 8.300 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden rund 1.000 Verstöße festgestellt und etwas über 500 zur Anzeige gebracht. Wie schon in den vergangen Tagen handelt es sich fast ausnahmslos um Zuwiderhandlungen gegen die Ausgangsbeschränkungen. 

Die niedrige Zahl von Beanstandungen zeigt nach wie vor eine hohe Akzeptanz für die getroffenen Schutzmaßnahmen und spiegelt das in der großen Mehrzahl der Bürger vorhandene Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit der Lage wider.

Was den Ausflugsverkehr betrifft, so meldeten die Verkehrsdienststellen an die Koordinierungsgruppe des Polizeipräsidiums für Freitag und Samstag auf den Bundesstraßen und Autobahnen ein geringes bis mäßiges Verkehrsaufkommen ohne Störungen. 

Von den anderen Polizeiinspektionen wurde ein überwiegend geringer Ausflugsverkehr an den Naherholungsgebieten, insbesondere auch an den Seen übermittelt.

Größere Gruppenansammlungen waren lediglich an den Seeanlagen im Dienstbereich der Polizeiinspektion Dießen am Ammersee festzustellen. Viele Familien nutzten die Gelegenheit zum Ausflug, was nicht zu beanstanden war. Die Starnberger Polizei registrierte ein erhöhtes Besucheraufkomme am Ostufer des Starnberger Sees, dem Badegelände „Percha-Beach“. Die Besucher hielten die Abstände zueinander ein. Gründe für ein Einschreiten gab es nicht. In ähnlicher Weise fielen die Lagemeldungen für den Sonntag aus.

Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung in Vaterstetten

Am Nachmittag des Ostersonntags wurden vermehrt Kontrollen zur Umsetzung der Ausgangsbeschränkungen aufgrund des Corona-Virus durchgeführt. Viele Bürger halten sich vorbildlich an die Beschränkungen, dennoch konnten jeweils zwei Gruppen von drei Männern festgestellt werden, die sich nicht an die Vorgaben zur Ausgangsbeschränkung hielten.

In der Karl-Böhm-Straße in Vaterstetten, Baldham konnte eine Streife der PI Poing drei junge Männer anhalten, die sich dort ohne triftigen Grund aufhielten. Die Männer waren keine Lebenspartner, gehörten zu keinem gemeinsamen Hausstand und auch nicht auf dem Weg zum Einkaufen oder Arzt. Bei Überprüfung der Personalien fiel ebenfalls auf, dass einer der Herren aktuell in Bayern wohnt, jedoch nicht gemeldet ist.

Bei einer weiteren Verkehrskontrolle eines Pkw auf der Wasserburger Landstraße in Vaterstetten konnten die Insassen des Fahrzeuges ebenfalls keinen triftigen Grund für den Ausflug zu Dritt nennen. Einer der drei jungen Männer ist eigentlich in Fürstenfeldbruck wohnhaft, jedoch für einen Sonntagsausflug nach Vaterstetten gekommen. Der Fahrer und Beifahrer des Fahrzeuges sind zwar Geschwister und gemeinsam in Grafing wohnhaft, für die Anwesenheit der Dritten aus Fürstenfeldbruck stammenden Person gab es jedoch keinen triftigen Grund. Die Männer erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren, welches im Regelfall mit 150 Euro Bußgeld belegt ist.

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