Sitzung im Zeichen des Bauens

Ottenhofener Gemeinderat beschließt Auslegung der Pläne des Baugebiets am Schlehbach

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Auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Bauer wird neuer Wohnraum entstehen. Die Planungen laufen.

In der letzten Gemeinderatssitzung drehte sich in Ottenhofen alles ums Bauen. Im Vordergrund standen der Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Autohaus Bauer und das Baugebiet am Schlehbach. 

Ottenhofen – Die Sitzung des Gemeinderats im November begann mit einem Paukenschlag, als Bürgermeisterin Nicole Schley verkündete, dass die Kreisumlage im nächsten Jahr steigen werde, und zwar von 48 auf 54 Prozent. Das entspräche einer Steigerung von bisher 840.000 Euro auf 1.133.000 Euro. Sie werde alles dafür tun, dass dies so nicht realisiert werde, versprach Schley. Ihr Ziel seien unter 50 Prozent. Im weiteren Verlauf der Sitzung standen dann vor allem die Bauvorhaben der Gemeinde im Fokus. 

So laufen die Planungen für das Gelände des ehemaligen Autohauses Bauer auf Hochtouren. Bei der Vorstellung der vorläufigen Planung der beiden verbundenen Gebäude, die im nördlichen Spitz geplant sind, rief allerdings folgende Aussage Verwunderung hervor. Man plane aufgrund des Gewerbebetriebs in der Perusastraße Richtung Osten Laubengänge, von denen Flur und Küche der Wohneinheiten abgingen. Wohnräume würden dann Richtung Staatsstraße geplant. Als Grund hierfür wurde eine mögliche Lärmbelästigung genannt. Allerdings erschloss sich den Gästen sowie einigen Gemeinderatsmitgliedern diese Logik nicht ganz, da schließlich ein Gewerbebetrieb an Sonn- und Feiertage bzw. nach Geschäftsschluss keinerlei Lärmemission verursacht, eine Staatsstraße jedoch Tag und Nacht, 365 Tage im Jahr. Allerdings wird für eine abschließende Planung ein Lärmgutachten abgewartet. Von Vorteil ist die Genehmigung, dass das von der Gemeinde zum Verkauf beschlossene Grundstück im Süden des Geländes eine Ein- und Ausfahrt auf die Staatsstraße erhalten wird und somit teurer verkauft werden kann. Geplant ist außerdem ein Gehsteig vom Maibaum bis zur Brunnenstraße. 

Baugebiet am Schlehbach 

Weiter wurden die erneut überarbeiteten Pläne des Baugebiets am Schlehbach vorgestellt und eine erste Auslegung beschlossen. Hier ist positiv zu erwähnen, dass der Gehsteig am Schlebachweg erhalten bleibt. Anfänglich hatte es geheißen, dass durch die verschwenkte Straße, die 30er-Begrenzung und die Tatsache, dass es sich um keine Durchfahrtsstraße, sondern eine Siedlungsstraße handle, kein Gehsteig geplant werde. Allerdings gab es auch hier Kopfschütteln unter den Bürgern, als es hieß, dass aufgrund möglicher Lärmbelästigung die Anwohner, die am Schlehbachweg bauen, das Recht auf eine zwei Meter hohe Einfriedung ihrer Grundstücke erhalten – obwohl der Schlehbachweg doch eine Siedlungsstraße ist. Wenigstens wird hier jedes Mal eine Genehmigung durch den Gemeinderat erfolgen müssen. Bleibt zu hoffen, dass der Schlehbachweg zu keiner Schlucht begrenzt durch meterhohe Tujenhecken einerseits und Holz-Beton-Steinwände andererseits werden wird.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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