Ruheoase hinter Gittern

Streit zwischen Gemeinde und Unternehmern eskaliert

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Der Pavillon am Marktplatz sorgt für einen Höhepunkt im angespannten Verhältnis zwischen Markt Schwabener Gemeinde und Unternehmern.

Das schlechte Verhältnis zwischen der Gemeinde Markt Schwaben und den Unternehmern findet in einem Streit über die Gestaltung des Pavillons am Marktplatz einen neuen Höhepunkt. 

Markt Schwaben - Die Fronten sind verhärtet, Kommunikation findet in den letzten Monaten spärlich und anscheinend nicht sehr zielführend statt. Die Rede ist vom Verhältnis der Markt Schwabener Unternehmer - organisiert im Unternehmerverbund Markt Schwaben 2030 e.V.  - und der Gemeinde Markt Schwaben, bzw. dem Ordnungsamt. Jetzt erreichte das schlechte Verhältnis einen neuen Höhepunkt. Grund dafür ist die Gestaltung des Pavillons am Marktplatz durch die Unternehmer im Zuge des Sommermarkts am 8. Juli. 

Mit Sand, bunten Liegestühlen und Schirmen wurde der graue Pavillon, ansonsten zugegebenermaßen keine Schönheit, kurzerhand zur Ruheoase umgestaltet. Das an sich hätte zu keinen Problemen geführt. Doch um ein Zeichen zu setzen, dass sich endlich etwas tun sollte, um den Marktplatz neu zu beleben, beschlossen die Unternehmer die Oase stehen zu lassen. Die Gemeinde reagierte und zäunte den Pavillon kurzerhand ein. Der Unmut bei den Unternehmern ist groß. Kritisiert wird, dass wieder keine Kommunikation stattfand. Fairerweise muss man sagen, das dies allerdings auf Gegenseitigkeit beruht. 

Für die Markt Schwabener bleibt zu hoffen, dass der neue Wirtschaftsförderer der Gemeinde,  Norbert Prien, das Verhältnis entscheidend verbessern kann und eine gelungene Kommunikation beginnt. Denn letzten Endes hilft ein schlechtes Verhältnis zwischen Unternehmern und Gemeinde niemanden. Und einen Nutzen tragen die Bürger, für die beide Seiten eigentlich das Beste wollen sollten, im Moment nicht davon. 

Zur Information - so lautet die Stellungnahme der Gemeinde zum dem aktuellen Fall: 

Grundsätzlich befürwortet das Rathaus gelungene Maßnahmen, die einer Verbesserung und Verschönerung unserer Ortsmitte beitragen, jedoch müssen diese Maßnahmen im Vorfeld abgestimmt und ordnungsgemäß ausgeführt werden. Sowohl das Aufstellen der Strohballen über Ostern, als auch das Erstellen einer Sandlandschaft zum Sommermarkt war mit der Gemeinde nicht abgesprochen (Randnotiz: die Strohballen waren zu dicht an der Brüstung der Treppe zur Tiefgarage aufgestellt, so dass eine potenzielle Absturzgefahr in Höhe von 2,50 m bestand). Eine Verschönerung des Pavillons kann gelingen, wenn alle beteiligten Verantwortlichen (in diesem Fall der Unternehmerverband Markt Schwaben 2030 sowie auch die Rathaus- und Bauhof-Mitarbeiter) zusammen an einer langfristigen Lösung arbeiten. Der Pavillon mußte aktuell aus Sicherheitsgründen mit einem Bauzaun abgesperrt werden, da eine potenzielle Rutschgefahr besteht, vor allem für Kinder und ältere Menschen. Des Weiteren kann der Sand den Zustand der maroden Fugen auf den Stufen weiter verschlechtern. Eine Reinigung von Katzenkot und Zigarettenkippen ist aktuell nicht gewährleistet. Und letztendlich verteilt sich der Sand über den gesamten Marktplatz und den Außenbereich, und muß weggeräumt werden. Eine gelungene Nutzung als Standlandschaft wäre denkbar, wenn der Pavillon saniert wird, und man eine geeignete Begrünung- sowie Begrenzungen aufstellt. Am morgigen Donnerstag findet der wöchentliche „grüne Markt“ statt, und der Pavillon ist hierfür für die Händler verpachtet. Auch aus diesem Grund haben wir Markt Schwaben 2030 aufgefordert, den Pavillon heute (11.7.) bis spätestens 15 Uhr zu räumen, damit der Platz für die Marktleute morgen früh frei ist. Die Gemeinde wird den Unternehmerverein Markt Schwaben 2030 in Kürze zu einem offenen Gespräch zum Thema Marktplatz einladen und ist bemüht an einer gemeinsamen, langfristigen Lösung für weiter mögliche Nutzungen des Pavillons zu arbeiten.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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