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Die Philippuskirche bekommt eine "Eule-Orgel"

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Markt Schwaben

(wal) – Am liebsten würde der evangelische Pfarrer Karl-Heinz Fuchs sofort den Bestellauftrag für eine neue Orgel in der Philippuskirche unterzeichnen. „Je früher desto besser, je früher desto billiger!“ lautet nämlich seine Devise. Und er steht da nicht alleine, der vor längerer Zeit gegründete Orgelausschuss und auch der Kirchenvorstand schließen sich dieser Meinung an. Das einzige was fehlt, sind eine ganze Menge Euroscheine. Gerne legt der Geistliche klare Fakten auf den Tisch. Nach der Sondierung mehrerer Angebote im Orgelausschuss der Kirchenge- meinde ist einstimmig entschieden worden, eine „Eule-Orgel“ aus Bautzen anzuschaffen, das Gerät nach Vorstellung der Markt Schwabener und gemäß Angebot des Orgelbauers kostet nämlich rund 150000 Euro. „Zwei Drittel davon müssen wir selber vorfinanzieren“, rechnete Fuchs vor. „Nach Abschluss der Kirchenrenovierung vor drei Jahren war klar, dass die Anschaffung einer Orgel das nächste große Ziel sein wird“, schildert Karl-Heinz Fuchs die Situation. Das jetzige Instrument aus dem Jahr 1967 zu renovieren wäre zu kostenintensiv, gemäß einem Gutachter könnte es zum Liebhaberpreis von rund 25000 Euro verkauft werden. Dieser Erlös würde in die Kosten der neuen Orgel einfließen, ebenso ein bereits an gesparter „zweckgebundener“ Betrag von rund 38000 Euro. Nach einem Angebot des Orgelbauers „Eule“ kostet das neue Instrument 150000 Euro. „Leider sind von der Landeskirche keine Zuschüsse zu erwarten“, bedauerte der Pfarrer, „aber vielleicht vom Kultusministerium“. Grundsätzlich sei die Evangelische Gemeinde aber auf die Spendenbereitschaft von Gläubigen und Bürgern angewiesen. Das geplante Instrument ist nicht nur größer als die bisherige Orgel, sondern auch vielseitiger einsetzbar. Während die alte Orgel ein Serieninstrument ist, soll die neue exakt auf den Kirchenraum und seine besondere Form abgestimmt werden. „Es ist ein Gerät mit zehn Wechselschleifenregister“, klärte Jiri Kocourek von Eule Orgelbau auf. Das bedeute, dass jedes Register doppelt genutzt werden kann und so am Ende insgesamt 19 Klangregister zur Verfügung stehen. Der Orgelausschuss hat in enger Absprache mit dem Orgelbauer auch schon optische Weichen gestellt. So soll das Tiefblau des Altarkreuzes auch in die Farben der Orgel einfließen, ebenso das helle Holz vom Altarraum. Pfarrer Karl-Heinz Fuchs hat für Interessenten auf der Internetseite der Evangelischen Kirchengemeinde bereits wichtige Detail- informationen eingestellt, sie können unter www.evangelisch-marktschwaben-poing.de nachgelesen werden.

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