Investition in die Zukunft

Poing will das MVG-Rad

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Eine Station des Fahrradverleihsystems MVG-Rad.

Eine Investition für die Zukunft und für die Umwelt: Es sollen Fahrräder für die Gemeinde angeschafft werden

Poing – Nicht nur in der Landeshauptstadt München und dessen Landkreisen ist das Radkonzept der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) sehr erfolgreich. Das „MVG Rad“ gibt es seit dem Jahr 2015 und steht an mehr als 120 Stationen zur Verfügung. Mit dem prognostizierten 3.200 Rädern (Minutenpreise ab fünf Cent) ist eine lückenlose Verbindung zwischen Wohnort, Arbeitsplatz und Freizeit möglich – natürlich in Verbund mit S-Bahn und ÖVPN. 

Bereits bei einem Mobilitäts-Workshop im Juni 2018 wurde in Poing das MVG-RadKonzept vorgestellt („Wir müssen dringend über eine Veränderung in der Wahl unserer Verkehrsmittel nachdenken“) und kurz darauf führt die Verwaltung erste Informationsgespräche mit der MVG. Die rechnet mit zirka zwei Jahren von Vertragsunterzeichnung bis zur Umsetzung des Verleihsystems. Die Kosten (ohne Förderung) für eine MVG-Station (Räder, Ständer, Stele inklusive Montage) liegen zwischen 25.000 Euro (kleine Station mit fünf Rädern) und 40.000 Euro (große Station mit zwölf Rädern). Die Leihgebühr des MVG-Rades kostet acht Cent/Minute, Studierende und Kunden mit IsarCard-Abo zahlen fünf Cent/Minute. Wer länger plant, kauft ein Jahrespaket für 48 Euro – IsarCard-Abonnenten sind mit 36 Euro und Studierende mit 24 Euro im Jahr dabei. Das ganze Procedere erfolgt über die kostenlose App „MVG more“, mit der reserviert und bezahlt wird. 

Die App zeigt per Karte die Stationen als auch die verfügbaren Räder an. Ein PIN-Code wird in den Bord-Computer am Hinterrad – wo eigentlich der Gepäckträ- ger wäre – eingegeben und ein Schloss gibt das Rad frei. Bei der Rückgabe ist zu beachten, dass die Räder nur im Stadtgebiet München frei abgestellt werden können – im Landkreis ist dies ausschließlich an den Stationen möglich. Die Rechnungsstellung erfolgt jeweils zu Beginn des Folgemonats über die hinterlegte Zahlungsart. Infos unter mvg.de/rad. Dass das MVG-Rad im Gemeinderat seine Anhänger findet, zeigte sich bei der Sitzung am 27. Juni. Peter Maier (SPD) und sein Kollege Omid Atai sprachen sich für die Einführung des Rades aus. „Wir brauchen vorher ein Standort-Konzept und eine Kosten-Nutzungs-Rechnung“ bremste Werner Dankesreiter (Die Grünen) die Euphorie. Auch Günther Scherzl (FWG) möchte im Vorfeld das Vorhaben mit dem Planungsverband klären und „die Bürger und Beschäftigten im Ort einbinden“. Eva-Maria Lawes (CSU) möchte „die Vorschläge von allen Beteiligten in die Verhandlungen einfließen lassen.“ Einstimmig beschloss das Gremium die grundsätzliche Einführung des Fahrradverleihsystems MVG-Rad und beauftragte die Verwaltung die nötigen Planungen voranzutreiben. fu

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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