Werk von Daniel Man

„Poing Star“ wird Postkartenmotiv

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Albert Hingerl, Daniel Man und Birgitta Nagel vor dem Poing Star (v.l.).

Das Kunstwerk „Poing Star“ an der Friedensstraße kann jetzt per Postkarte in die ganze Welt verschickt werden

Poing – Angefangen hat „Poing Star“ am 22. September 2017, als sich am P+R-Parkhaus an der Friedensstraße zahlreiche Bürger versammelten und auf das Gerüst an der 135 qm großen Hauswand starrten. Dort stand hoch oben ein Mann und hatte eine Sprühdose in der Hand und spritze Farbe auf ein - durch ein Gerüst teilweise verdeckt - schwer erkennbares Gemälde. Dann kletterte er nach unten und lachte ins Publikum. Das war zur Eröffnung der „Kurze Nacht der Street Art, Urban Art & Land Art“ gekommen und wollte das Bild des Street-Art-Künstler Daniel Man kennenlernen. 

Eine Frau machte Bürgermeister Albert Hingerl den Vorschlag, das Bild auf eine Postkarte zu drucken, der den Vorschlag gut fand. Am 3. Dezember war es soweit: Albert Hingerl und Kulturchefin Birgitta Nagel trafen Daniel Man an seinem fertigen Bild und überreichten ihn die gedruckten Postkarten (Auflage 1.500 Stück) mit seinem Werk. Daniel Man ist in London geboren, hat mehrere Jahre in Hongkong gelebt und wohnt jetzt in Aichach bei Augsburg. Mit 14 Jahren entdeckte er Graffiti, studierte Kunst in München und ist in der Sammlung Lenbachhaus vertreten. Daniel Man nennt sein Werk „Poing Star“ und sieht es als abstraktes, grafisches Bild, das Poing darstellt („schaue mir den Ort im Internet an“). 

Das Zentrum ist ein großer Stern, die Kreise links und rechts symbolisieren die Umgebung von Poing („die Dunklen weisen auf die alte Geschichte Poings hin“) und zum Zentrum werden die Farben immer moderner und heller („das steht für bessere Zeiten und die Zukunft“). Die Spitze und Farben von oben nach unten bedeuten: „Hier bin ich, hier stehe ich und aus alt wird neu“. Der Künstler möchte damit auch erreichen, dass die Aufmerksamkeit von einem Punkt zum anderen wandert. Jeder Betrachter kann das Bild dann für sich interpretieren. Daniel Man selbst sieht für Poing „eine optimistische Zukunft“ und denkt schon darüber nach, ob man nach mehreren Jahren das Bild „aktualisieren“ könnte – entweder neu malen oder freie Flächen ergänzen. Lust dazu hätte er schon, denn „ich habe bei meiner Arbeit viele Leute kennengelernt.“ Und die könnten jetzt die Motiv-Postkarte für 50 Cent kaufen – entweder im Rathaus oder unter kultur@poing.de bestellen. Oder man hat Glück und bekommt beim Neujahrsempfang der Gemeinde die Karte umsonst. fu

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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