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Poing: Westring-Planung genehmigt

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Von: Mayls Majurani

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Trotz Tempo 30 ist das Ausparken auf dem Westring gefährlich.
Trotz Tempo 30 ist das Ausparken auf dem Westring gefährlich. © fu

Die Straße bekommt neue Rad- und Gehwege sowie einen Grünstreifen

Poing – Es ist die mehrmals diskutierte und von allen favorisierte „Variante 2“: Auf der Südseite des Westrings in Poing (Häuserseite) gibt es einen Geh- und Radweg abseits der Straße. Der bestehende Gehweg nach Norden rutscht weg von den schlecht einsehbaren Grundstückszufahrten. Entlang des Westrings werden auf der Südseite einige wenige Längsparkplätze geschaffen. Die Nordseite – entlang der Kleingartenanlage – bekommt einen Radweg, wobei die bestehenden Bäume und Büsche entfallen. Dafür soll zwischen dem Radweg und der Kleingartenanlage ein 2,5 Meter breiter bepflanzter Grünstreifen entstehen.

Diese Variante präsentierte Bürgermeister Thomas Stark am 8. Juni den Anwohnern des Westrings und der Dahlienstraße sowie den Mitgliedern des Kleingartenvereins. Die hatten dabei zahlreiche Vorschläge und sparten zudem nicht mit Kritik. Beispielsweise könnte man die Kosten für den Radweg auf der Nordseite sparen und das Geld lieber in Parkbuchten investieren. Ebenso ist durch die Neuordnung der Parkplätze sowie Garagen-/Stellplatzzufahrten das Ausparken auf den Westring sehr gefährlich, weil dies rückwärts erfolgen müsste. Hier sollten Rangier-/Wendemöglichkeiten geschaffen werden – z.B. Grünflächen mit Schotterrasen oder Rasengittersteinen befestigen. Die sollten jedoch nicht zum Parken „einladen“. Weiter sollte in der Südost-

ecke der Kleingärten geprüft werden, ob der bestehende Zaun sowie die Bepflanzung entfernt und durch eine Lärmschutzwand ersetzt werden kann. Auch wurde eine zusätzliche Querungshilfe im Bereich Blumenstraße „Ausgang“ Kleingartenanlage gewünscht. Natürlich war auch das uneingeschränkte 30 km/h-Tempolimit für Westring/Bergfeldstraße ein vorrangiges Thema.

Bereits in der Sitzung am 22. Juni versprach Bürgermeister Thomas Stark, sich für die Wünsche der Anwohner einzusetzen. „Wir brauchen Tempo 30 und Ampeln auf dem Westring“ so Stark, „und die gefährliche Ausfahrt-Situation muss unbedingt entschärft werden“. Der Planer Martin Niedenzu wurde damals aufgefordert, die Vorschläge einzuarbeiten („Querungshilfe würde ich nicht empfehlen“).

Nun stand der „Westring“ in der Gemeinderatsitzung am 21. Juli wieder auf der Tagesordnung. Dabei präsentierte Bürgermeister Thomas Stark die Ergebnisse der Prüfaufträge. So wurde die „Querungshilfe“ Höhe Blumenstraße/Ausgang Kleingartenanlage nicht empfohlen. Zudem sollen ausreichend Wendemöglichkeiten vor den Garagen/Stellplätzen geschaffen werden, um ein rückwärts ausfahren auf den Westring zu vermeiden. Und im Bereich der Kleingartenanlage (Südostecke) kann eine Lärmschutzwand errichtet werden.

Aus den Fraktionen kam meist nur Zustimmung. Peter Maier (SPD) fand „den Weg richtig“ und nannte „eine 30 km/h-Beschränkung als Ziel“. „Für mich ist es eine Kompromisslösung, aber es überwiegen die Vorteile“ meinte Werner Dankesreiter (Grüne) und für Herbert Lanzl (CSU) ist das Ganze ein „ausgereifter Plan“. Schlussendlich wurde ohne Gegenstimme die Planung angenommen. Dann sind nochmals die Anwohner gefragt, deren eventuelle Anliegen in die Planung eingearbeitet werden, der nach Aussage von Thomas Stark „nur einen Vorentwurf“ darstellt. fu

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