Digitale Schulen für Poing

Poing: Zukunftsfähige Schullandschaft

Die Anni-Pickert-Grund- und Mittelschule in Poing
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Bei der Anni-Pickert-Grund- und Mittelschule wird nicht nur in die Geräte-Ausstattung investiert, sondern auch in ein flächendeckendes WLAN.

Poing will seine Schulen digitalisieren und hofft auf Förderungen von 437.302 Euro

Poing – „Wir haben in den letzten Jahren viel Geld in die Bildungsstruktur investiert“ sagte Bürgermeister Thomas Stark in der Gemeinderatssitzung. Seine Feststellung bezog sich auf den Tagesordnungspunkt „Digitale Schule“. Darin ging es unter anderem um die Anschaffung neuer Geräte und deren Förderung. Auslöser für die Bestrebungen war die durch die Corona-Pandemie bedingte Notwendigkeit zur Entwicklung neuer Unterrichtsformen die Bedeutung von digitalen Möglichkeiten im schulischen Umfeld – eine große Zukunftsaufgabe. Jedoch gab es in Bayern bereits in der Vergangenheit Anstrengungen zur Verbesserung der digitalen Bildungsinfrastruktur. Beispielsweise mit dem Masterplan „BAYERN DIGITAL II“ und dem „Digital Pakt Schule“, wo in verschiedenen Programmen erhebliche Fördermittel bereitgestellt wurden. Davon profitierte auch Poing, das aus den Förderprogrammen „Digitales Klassenzimmer“, „Sonderbudget Lehrerdienstgeräte“ und „Sonderbudget Leihgeräte Schüler“ abrief. Für einen weiteren Fördertopf - „digitale Bildungsinfrastruktur (dBIR)“- läuft der Antrag. Der umfasst unter anderem den Aufbau oder Verbesserung der digitalen Vernetzung in Schulgebäuden inkl. der WLAN-Infrastruktur.

Die Gesamt-Investitionssumme für die geplanten Maßnahmen an den drei Schulstandorten in den Jahren 2022 bis 2024 liegt bei ca. 800.000 Euro. Davon sind Maßnahmen in einem Kostenumfang von ca. 700.000 Euro förderfähig. Der Höchstbetrag der staatlichen Zuwendung für den Schulsachaufwandsträger Gemeinde Poing beträgt 437.302 Euro. Werden alle geplanten Maßnahmen umgesetzt, so liegt der Finanzierungsanteil der Gemeinde nach Abzug der staatlichen Förderungen bei gut 360.000 Euro. Die Antragstellung für die Förderung muss bis 30. Juni erfolgen und der Bewilligungszeitraum endet am 16. Mai 2024. Die für die Antragstellung erforderlichen Voraussetzungen wurden erarbeitet und geplant. Darunter alle Schulen: Ersatz für abgekündigte Unterrichtssoftware, Lern-Apps für Tablets. Anni-Pickert-Grund- und Mittelschule: flächendeckende Bereitstellung von WLAN, Maßnahmen aktive Netzwerkkomponenten nach Herstellung Glasfaseranschluss, Modernisierung und technische Neukonzeption der Präsentationstechnik und der Lehrerarbeitsplätze in zehn Fachräumen sowie 18 Klassenräumen der Mittelschule, Ersatzbeschaffung IT-Ausstattung in den Klassenzimmern der Grundschule (Lehrer-AP, Präsentationstechnik), Ausstattung der Schulküche mit Schülerarbeitsplätzen, Einrichtung eines weiteren (dritten) IT-Unterrichtsraumes, Bereitstellung von drei Tabletklassen, Ersatzbeschaffung Arbeitsplätze Lehrerzimmer, Erweiterung Telekommunikationsanlage, Beschaffung von Druckern zur gemeinsamen Nutzung in den Klassenbereichen, Ersatzbeschaffung zentraler Netzwerkkomponenten (Server, Schulfilter).

Grundschule am Bergfeld: flächendeckende Bereitstellung von WLAN, Maßnahmen an aktiven Netzwerkkomponenten nach Herstellung Glasfaseranschluss, Bereitstellung einer Tabletklasse, Ersatzbeschaffung IT-Ausstattung in den Klassenzimmern (Lehrer-AP, Präsentationstechnik), Beschaffung von Druckern für weitere Gruppenräume, Ersatzbeschaffung zentraler Netzwerkkomponenten (Server, Schulfilter) sowie bei der Grundschule an der Karl-Sittler-Straße die Bereitstellung von drei Tabletklassen, Lehrerarbeitsplätze in Fachräumen. Die beiden neu errichteten Schulgebäude Grundschule an der Karl-Sittler-Straße sowie Grundschule am Bergfeld tragen bereits in hohem Maße dem Anspruch der Förderung der Kinder in ihrer Medienkompetenz Rechnung und ermöglichen den Einsatz zeitgemäßer neuer Medien im Unterricht.

Doch alleine die Erneuerung der Technik genügt nicht – es muss auch die Administration funktionieren. Thomas Stark ist stolz darauf, dass „wir als einzige Gemeinde einen eigenen IT-Fachmann für Schulen haben“. Doch der braucht noch externe Unterstützung für rund 305 digitale Arbeitsplätze in den Schulen. Das Komplett-Paket dafür wird mit bis zu 95.000 Euro pro Jahr veranschlagt. Für Reinhard Tonollo (SPD) ist es wichtig, „dass die Dinger laufen“ und für Herbert Lanzl (CSU) „müssen die Lehrer die Technik beherrschen“. Einig war man sich im Gremium, dass die Medienkompetenz den Schülern nur durch neueste Technik vermittelt werden kann und gab grünes Licht für die Maßnahmen. fu

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