Poings Maßnahmen für den Klimaschutz

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Die Gemeinde wird das Verleihradsystem „MVG Rad“ einführen

Der Klima- und Umweltbericht 2019 zeigt die Bemühungen der Gemeinde zum Thema Umwelt- und Klimaschutz

Poing – „Mit den neuen Wohngebieten und den Bevölkerungsanstieg wachsen auch die Anforderungen an den Umwelt- und Klimaschutz in der Gemeinde“ schreibt Michael Wenzl (Fachkraft für Umwelt- und Klimaschutz der Gemeinde Poing) im Vorwort seines „Klima- und Umweltbericht 2019“, den er in der Gemeinderatsitzung vorstellte. Für Wenzl ist es auch wichtig, dass „durch Energieeinsparung, Energieeffizienz und geeignete Klimaschutzmaßnahmen die Lebensqualität in Poing, im Landkreis und in der Region für die jetzigen und kommenden Generationen zu erhalten“. 

Sein Bericht gliedert sich in vier Bereiche: „Maßnahmen im Rahmen des Klimaschutzteilkonzeptes“ – „Umwelt- und Klimaschutz auf Landkreisebene“ – „Radverkehr“ – „Weitere Maßnahmen, Projekte und Aktionen“. Bei den „Maßnahmen“ nennt Wenzl das seit 1997 bestehende Förderprogramm zu energetischen Sanierungen. Leider ist im Jahr 2019 kein Förderungsantrag eingegangen.

Der zwölfköpfige Energie- und Umweltbeirat gibt einmal im Monat einen Praxistipp zu Energie, Mobilität sowie Nachhaltiges Leben, der im Ortsnachrichtenblatt und auf der Gemeinde-Homepage veröffentlicht wird. Großes Interesse fand der thermografische Spaziergang, den die Gemeinde zusammen mit der Energieagentur Ebersberg-München im Februar veranstaltete. „Die Herausforderungen im Umwelt- und Klimaschutz machen keinen Halt an Gemeindegrenzen“ steht unter dem zweiten Bereich, der die Zusammenarbeit auf Landkreisebene beschreibt. Neben interkommunalen Zusammenarbeit wird vor allem auf die enge Zusammenarbeit mit der Energieagentur Ebersberg-München hingewiesen („Energiespartipp des Monats“). Gemeinde-übergreifend ist auch der „Runde Tisch Radwege“ (RTR) als Zusammenschluss diverser Interessengruppen zum Thema Radverkehr, dem Poing seit 2016 angehört. Auch bei der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ (AGFK) und im Lenkungskreis „Fahrradfreundlicher Landkreis“ ist die Gemeinde präsent. Die Schwerpunkte beim „Radverkehr“ sieht Wenzl vor allem in der Aktion „STADTRADELN“, wo 108 Radler insgesamt 30.000 Kilometer fuhren und in der Kampagne „Poing radelt“. 

Darunter fällt auch die Einführung des kostenlosen E-Lastenradverleih. Zudem wünscht sich Wenzl den Titel „fahrradfreundliche Kommune in Bayern“, den er hoffentlich noch in diesem Jahr von der AGFK Bayern nach der Prüfung des Radverkehrskonzept bekommt. Auch bei „MVG Rad“ sind die Weichen gestellt: Das System soll in Poing installiert werden und die entsprechenden Standorte sind bereits ausgesucht. Unter dem vierten Punkt „Weitere Maßnahmen“ steht unter anderem die Datenerhebung zum Mobilitätsverhalten der Poinger Bürger, das durch eine Haushaltsabfrage ermittelt und dessen Ergebnis in diesem Jahr bekanntgegeben wird. 

Neben der Mitgliedschaft bei der Poinger Autoteiler Initiative (PATI), dem erfolgreichen Repair Cafe und der Aktion des Abfall- und Umweltamtes („Der Weg unseres Mülls“) nannte Wenzl die Installation der drei Kippster – großformatige Aschenbecher – auf dem Marktplatz. Auch der Klimadialog mit allen Schulen in der Gemeinde, die beiden Fluglärmmessungen in Zusammenarbeit mit Flughafen München und die Blühflächen im Rahmen „Poing summt…“ vervollständigen die Klimaschutz-Bemühungen aller Fachbereiche der Gemeinde im vergangenen Jahr. Doch auf diesen Erfolge ruht sich in Poing niemand aus - fu

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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