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Radeln in Pliening wird zur Mutprobe

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Manchmal enden die Radwege abrupt wie hier vor Gelting.

Während der Stoßzeiten mit dem Fahrrad zu fahren – ein gefährliches Unterfangen – besonders für Kinder und Senioren

Gelting/Pliening/Landsham – Das bewusst vorschriftsmäßige Radeln, unter Führung ­von Hans-Joachim Wimmer, erster Vorsitzender der Ortsgruppe Pliening des Bund Naturschutzes, zur Hauptverkehrszeit durch Gelting, Pliening und Landsham war eigentlich eine Mutfrage. 

Unsere Frage war, gibt es einen partnerschaftlichen Verkehr zwischen dem Radler in allen Variationen und Altersklassen und dem Auto. Ein klares Nein, wie es in fast allen Kommunen festzustellen ist. Man liefert den schwächsten Verkehrsteilnehmer einer täglichen Gefahr aus. 

Viele sichern Leib und Leben nur dadurch, dass sie die gefühlt sichere Variante auf dem Fußweg wählen, was allerdings verboten ist. Auf den engen Fußwegen kommt es zu Gerangel und Konflikte nmit Fußgängern. Sehr oft enden Radlwege abrupt und zwingen auf die Straße, die man aber meist erst überqueren muss. 

Das Ganze hat zur Folge, dass wir gerade deshalb auch in Pliening sehr hohen Quellverkehr haben, von all den Eltern, die um ihre Kinder besorgt sind. Ein gemütliches Radeln der Senioren durch den Ort kann man auch vergessen. Es wird sich was ändern müssen; ein Umdenken und nicht nur wegen der Klimabilanz. Hier geht es um die absolute Sicherheit. Es wäre auch in Deutschland keine Revolution mehr, innerorts komplett auf 30 km/h zu begrenzen. 

Es wäre weniger hektisch und sicherer, weil die Geschwindigkeits-Differenz zwischen Auto und Rad im Notfall beherrschbar ist. Kurzfristig müssen jedoch kritische Bereiche, wie das Umfeld von Schule, Kindergarten, Kirche, auf 30 km/h beschränkt werden. Mittelfristig kann nur das Tempo 30 in der gesamten Gemeinde die Lösung sein. 

Eine weitere Kuriosität sind die plötzlich endenden Radwege, wie auf der Landshuter Straße (von Finsing kommend) kurz nach Ortsbeginn (am Fahrbahnteiler). Hier könnte Abhilfe geschafft werden, mit Zeichen wie „für Radfahrer erlaubt“. Franz Höcherl

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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