Politik

„Red mit!“ in Pliening

+

Mehr Fahrradwege, Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Bau des Seniorenheims – das bewegt die Bürger in Pliening

Pliening – Mit gleich zwei Hüten, einem in Blau-Weiß mit breiter Krempe, und einem Strohhut mit blauem Band, begrüßte Bettina Marquis die Gäste, die zur Diskussionsveranstaltung der Plieninger SPD „red mit“ ins Bürgerstüberl gekommen waren. 

Darunter waren auch Plienings Bürgermeister Roland Frick, Poings Bürgermeister Albert Hingerl und Zornedings Zweite Bürgermeisterin Bianka Poschenrieder. Bei der Veranstaltung konnte über alles geredet werden, was die Bürger Plienings bewegt. 

Als starkes Team präsentierten sich hier SPD & Parteifreie Pliening und der SPDKreisverband. Als Vorsitzender der Kreistagsfraktion, die das Gesprächsformat „Red mit“ erfunden hat, übernahm Albert Hingerl die externe Moderation. 

Bettina Marquis und Eva Strauss gingen als Gemeinderätinnen auf die Fragen der Gäste ein, und Gemeinderat Kurt Strehlow führte an der Flip Chart die lange Liste der angesprochenen Themen. Gleich zu Anfang ging es vor allem um den Verkehr und die Verkehrssicherheit. 

Die fehlenden Radwege waren ein großes Thema. Auf der Straße fahren zu müssen, ist wegen des starken Verkehrs gefährlich. Selten kann die Gemeinde Grundstücksstreifen für Radwege erwerben. Wie nötig sie sind, zeigte erst vor zwei Monaten eine Spezialradtour des Bund Naturschutz Pliening zu den Gefahrenstellen. 

Die Busverbindungen sind ein Dauerthema. Wer in Landsham wohnt, möchte auch einmal direkt zum S-Bahnhof Grub gebracht werden, nicht durch alle Gemeindeteile nach Poing. Hier helfen gegenläufige Fahrten. 

Eine neue Buslinie aus Finsing über Gelting, Pliening, Landsham und weiter über Kirchheim, Aschheim und Dornach zur Messestadt Riem kommt. Ein Verkehrskonzept für Pliening soll auch Elektroautos berücksichtigen und E-Ladesäulen vorsehen.

Ein Phantom bleibt die S-Bahn Station Pliening. Planungen aus München sehen eine Entlastungslinie nördlich der bestehenden S-Bahn über Aschheim und Dornach nach Pliening vor, sind aber sehr inkonkret. Erholung im Grünen nimmt einen hohen Stellenwert ein, genauso wie „Alt sein in Pliening“ war auch auf der Einladung gestanden, und im Gemeinderat sind nun definitiv die Weichen für den Bau eines Seniorenwohnheims neben der Plieninger Kirche gestellt worden. 

Aber bis dieses einmal ein Treffpunkt für alle in Pliening sein wird, mag noch einige Zeit vergehen. Bis dahin, so die Forderung von Renate Finger, die sich über die Jahre sehr für die Belange der Senioren der Gemeinde stark gemacht hat, zu denen sie auch selbst zählt, soll doch nicht nur alle zwei Monate, sondern monatlich ein Seniorennachmittag im Bürgerhaus auf Kosten der Gemeinde stattfinden.

Was aber, wenn man 12 bis 18 Jahre alt ist? Trotz guter Jugendarbeit der Vereine werden hier mehr Möglichkeiten gewünscht und auch der Jugendraum soll nicht geschlossen bleiben. Die Bürger wünschen sich „Mehr Demokratie“ und dass sie stärker eingebunden werden. 

Interesse gab es daher auch für den von Bettina Marquis und der ganzen SPD-Fraktion vorgeschlagenen „Bürgerhaushalt“, bei dem alle Einwohner zu einem dafür vorgesehenen Etat (von circa 30.000 Euro) Vorschläge einreichen und Spitzenreiter wählen können, die dann umgesetzt werden, solange das Geld reicht.

„red mit“-Termine 

20. September 19 bis 21 Uhr in Vaterstetten, Pablos Café Bar (Marktplatz 11); 24. September 19 bis 21 Uhr in Poing, Poinger Einkehr (Plieninger Str. 22); 26. September 19 bis 21 Uhr in Aßling, Bürgerstüberl über Pizzeria Girasole (Kirchplatz 1). bm

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

Auch interessant:

Meistgelesen

Poinger Sportzentrum nimmt Gestalt an
Poinger Sportzentrum nimmt Gestalt an
„Wollmäuse“ sammeln beim Herbstbasar in Poing für den guten Zweck
„Wollmäuse“ sammeln beim Herbstbasar in Poing für den guten Zweck
Fahrer betrunken in Markt Schwaben unterwegs
Fahrer betrunken in Markt Schwaben unterwegs
Wo ist Gizmo?
Wo ist Gizmo?

Kommentare