Politik

Reinhard Tonollo als SPD-Bürgermeister-Kandidat nominiert

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Bürgermeister Albert Hingerl mit dem eventuellen Nachfolger Reinhard Tonollo und Cornelia Gütlich (v.l.).

Der 54-Jährige lässt sich zur Wahl aufstellen: Was er während seiner Amtszeit in Angriff nehmen will.

Poing – Der Poinger Hof muss als Standort für Bürgermeister-Kandidaten einen guten Ruf haben. Nachdem dort schon die CSU mit Thomas Stark ihren Anwärter präsentierte, war nun am 31. Mai die SPD an der Reihe. 

Cornelia Gütlich, erste Vorsitzende des SPD Ortsvereins Poing, begrüßte zirka 50 Personen zur Aufstellungsversammlung – darunter Doris Rauscher (MdL) und Bürgermeister Albert Hingerl. Nach Aussage von Gütlich waren bei der Versammlung 49 Personen stimmberechtigt. 

Nach den üblichen Vereinsregularien kam die entscheidende Frage: Gibt es neben Reinhard Tonollo noch Mitbewerber/innen? Das war nicht der Fall. 

Dann gab Tonollo (54) den Zuhörern einen Überblick, über das was war und kommen wird. Er engagiert sich in mehreren Poinger Vereinen – wie Musikkapelle, Vereinskartell und Kulturtage. Seit 2017 sitzt er im Gemeinderat und hat sich mit der von ihm ins Leben gerufene Bürgerinitiative erfolgreich für das Gymnasium Poing eingesetzt, das 2025 fertig sein soll. 

Seine Pläne – sollte es mit der Wahl klappen – sind unter anderem der Bau eines Bürgerhaus („das will ich unbedingt schaffen“), die endgültige Gestaltung des Marktplatzes („der Brunnen soll endlich fertig werden“), die Realisierung des Express-Busses zur Messe München, Ausbau und Erhalt der Sportstätten (Schulschwimmbad), Schaffung von bezahlbaren Wohnraum sowie ein „Grünes Poing“ mit Kräutergärten. 

Auch die Fortsetzung der Senioren- und Jugendkonzepte sind ihm ein großes Anliegen, wie auch der Ausbau der Kinderbetreuung. „Es wird mit mir keinen Unterschied zwischen Poing-Süd und Poing-Nord geben“ so Tonollo, „und Angelbrechting soll mehr integriert werden“. 

Als Unterstützung für seine Nominierungsrede hat er sich Dr. Rainer Koch geholt, der in einem Video-Einspieler quasi eine Laudatio für Tonollo hielt und seine Fähigkeiten und Visionen erläuterte. Tonollo rechnet auch mit einem „harten Wahlkampf“, in Zeiten, in denen die SPD bundes- und landesweit Rückschläge habe hinnehmen müssen. „Aber mit solch einer starken Mannschaft braucht sich die Poinger SPD nicht verstecken“ lobte er die Mitglieder – allen voran Cornelia Gütlich und Albert Hingerl. 

Weniger Lob bekam der Kandidat von Rouben Vassilion, der bei Tonollo „die Begeisterung“ in seiner Rede vermisste und meinte, „wenn du mich in drei Minuten nicht begeistern kannst, kann ich dich nicht wählen“. 

Mit einer „flammenden“ Rede widersprach Albert Hingerl den Kritiker und auch Doris Rauscher sowie Barbara Kellendorfer-Schmid sparten nicht mit lobenden Worten über Tonollo. Bei der geheimen Wahl – 48 Personen gaben ihre Stimme ab – wurde Reinhard Tonollo einstimmig als SPD-Bürgermeister-Kandidat gewählt, der die Wahl „dankend annahm“.fu

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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