Vernissage im Familienzentrum

Respekt@Poing hat jetzt ein eigenes Logo

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Die „Respekt@Poing“-Gewinner (v.l): Suzan und Beyza Öztürk, Albert Hingerl, Peter von Walter, Solveig Hansen, Omid Atai, Antje Friedrich und Christina Tarnikas.

Solveig Hansen hat den ersten Preis im Logowettbewerb gewonnen.

Poing – „Eine Gemeinde mit Courage“ – eine Aussage, die am 12. Dezember 2018 etwa 70 Bürger in der Poinger ­Dominik-Brunner-Realschule zur Auftaktveranstaltung „Entwicklung eines Leitbilds für Poing“ aufhorchen ließ. 

Vorausgegangen war der einstimmige Gemeinderatsbeschluss vom 25. Oktober 2018 zum SPD-Konzept „Eine Gemeinde mit Courage – Gemeinde gegen Religionshass, Ausländerfeindlichkeit und Rassismus“ mit der Vorgabe, ein deutliches Zeichen gegen die wachsende Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit zu setzen und als „Eine Gemeinde mit Courage“ durch Projekte und Veranstaltungen die Bevölkerung zu sensibilisieren sowie den Zusammenhalt in der ­Gemeinde zu stärken. 

Es wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich aus Poinger Privatpersonen und Vertretern öffentlicher und überörtlicher Organisationen zusammensetzt. Alle haben das Ziel, fremdenfeindlichen und diskriminierenden Parolen eine Wertegemeinschaft entgegenzusetzen.

Am 27. Mai 2019 hat die 20-köpfige Arbeitsgruppe das zukünftige Leitbild formuliert und abgestimmt: „Poing ist eine lebendige, von Fairness, Respekt und Solidarität geprägte Gemeinde. Dafür treten wir ein!“ Und einen Monat später hatte sie auch schon einen Namen: Respekt@Poing. 

Die beiden Sprecher, Christina Tarnikas und SPD-Gemeinderat Omid Atai, sprachen über ihre Pläne, darunter der Aufruf zum Gestaltungswettbewerb für ein eigenes „Respekt@Poing“-Logo. Am Sonntag wurden alle 84 eingesandten Logos im Café des Familienzentrums im Max-Mannheimer-Bürgerhaus vorgestellt. 

Die Vernissage war gut besucht und für Bürgermeister Albert Hingerl ist der Name „Respekt@Poing“ einfach „genial“ und findet es schade, dass solch eine Aktion nur auf den Ort begrenzt ist. „Habe den Landkreis darauf angestoßen und hoffe auch, dass der kommende ­Bürgermeister das auch weiterhin unterstützt“ so Hingerl und meinte, „ein solch großes Interesse an einer ehrenamtlichen Aktion habe er in seinen 20 Dienstjahren als Bürgermeister noch nicht erlebt“. 

Christina Tarnikas erzählte, dass sich das Team in zwei Sitzungen alle Einsendungen angeschaut und sie bewertet hat. Die Einsendungen seien anonym bewertet worden, keiner habe gewusst, von wem der jeweilige Entwurf stamme. 

Die Einsender hatten bei ihren Entwürfen teilweise Begleitbriefe mitgeschickt: „Ich konnte nicht anders als mitzumachen, als ich von so einer Gelegenheit mitbekam, nämlich als Gemeinde Poing ein Zeichen zu setzen, für die Vielfalt und die Toleranz. Ein Logo, ein Symbol, welches die Zukunft dieser prägt und wichtige Werte vermittelt, Menschen willkommen heißt und verbindet.“

„Es ist so wichtig, dass es eine Organisation für ein friedliches Miteinander gibt und es wäre mir eine Ehre, hierzu auch etwas Kleines beizutragen.“

„Ich finde es schön, dass es eine Gruppe in Poing gibt, die sich für Vielfalt und Zusammenhalt in der Gemeinde einsetzt.“

„Ich wollte die Gelegenheit ergreifen und die Möglichkeit nutzen, mich für ein friedvolles und starkes Poing einzusetzen, geleitet von der Liebe, der Toleranz und dem Respekt zwischen Menschen, ihren Kulturen, Sprachen, Nationalitäten und Weltanschauungen.“

Den ersten Preis – dotiert mit 300 Euro – gewann ­Solveig Hansen; die Zweitplatzierte Antje Friedrich bekam 200 Euro, für den Drittplatzierten Peter von Walter gab es 100 Euro. Den separaten Förderpreis im Wert von 50 Euro bekam Beyza Öztürk und ihre Schwester Suzan. 

Albert Hingerl beschloss spontan einen „Bürgermeisterpreis“ in Höhe von 100 Euro, den Tamara Flade, eine junge Bildhauerin und Kunsttherapeutin, gewann. Die Gruppe Respekt@Poing trifft sich jeden letzten Montag im Monat um 18.30 Uhr im Café des Familienzentrums Poing im Max-Mannheimer-­Bürgerhaus. fu

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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