Am runden Tisch

Am runden Tisch in Markt Schwaben

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Beim Runden Tisch in Markt Schwaben wird das seniorenpolitische Gesamtkonzept besprochen.

Markt Schwaben – „Der Bereich Senioren wird zukünftig immer mehr im Blickpunkt des allgemeinen Interesses stehen. Die Anzahl der dieser Gruppe zugehörigen Personen wird immer mehr zunehmen.“ 

Mit diesen Worten begrüßte der erste Bürgermeister Georg Hohmann die 24 Vertreter der Verbände, Vereine, Organisationen in Markt Schwaben, die sich mit Seniorenarbeit befassen, Mitarbeiter des Rathauses und den Seniorenbeirat beim Runden Tisch im Rathaus. 

Grundlage der Seniorenarbeit in Markt Schwaben ist das „seniorenpolitische Gesamtkonzept“ des Landkreises Ebersberg aus dem Jahre 2009. Nötig ist es, da Menschen ab 60 sich in den letzten Jahren sehr verändert haben, sich eine andere Lebensart entwickelt hat. Themen, die hier im Fokus stehen sind unter anderem Freizeitaktivitäten, Soziales Leben, Kommunikations- und Aufenthaltsorte für Senioren oder notwendige Hilfen im Alter. 

Auch bezahlbarer Wohnraum und eine Verbesserung des Personennahverkehr werden in dem Senioren-Konezpt behandelt. „Es gilt, ein riesiges Feld an Arbeit zu beleuchten, damit alle Senioren am täglichen sozialen Leben im Ort partizipieren können“, so der allgemeine Wunsch. Als Vorsitzender des Seniorenbeirats moderierte die weitere Veranstaltung Rolf Jorga.

Probleme früh erkennen 

Ebenfalls anwesend waren weitere Mitglieder des Seniorenbeirats (Günther Bauernschmidt, Alfred Massi, Erich Siegert (Stv.), Heinrich Preitnacher) sowie die in die Seniorenarbeit eingebundenen Abteilungsleiter Angela Freise, Frank Eichner und der Behindertenbeauftragte Bernhard Niedermeier. 

Jorga verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, „dass durch die Mitwirkung von Frank Eichner am „Runden Tisch Seniorenbeirat“ schon sehr früh seniorenbezogene Infrastrukturprobleme erfasst und gelöst werden können.“ Die Zahl der über Sechzigjährigen in Markt Schwaben ist seit Januar 2011 um 779 auf 3087 mit Hauptwohnsitz in Markt Schwaben angestiegen, was ein Plus von 22 Prozent bedeutet. 

Somit ist es ein Bestreben der Gemeinde, das Wissen und die Erfahrungen älterer Bürger zu nutzen. So sollen notwendige Angebote und Hilfsmaßnahmen für entsprechende Bedarfe rechtzeitig erkannt, geplant und umgesetzt werden. 

Zudem ist der Seniorenbeirat Ansprechpartner der Kommunen und des Landratsamtes, ein Vernetzungsgremium für die Zusammenarbeit mit Vereinen, Gruppen, Organisationen, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden vor Ort und Ansprechpartner für alle Bürger. Die in Markt Schwaben erfolgreichen Strukturen zur Betreuung, Hilfe und Unterstützung der Senioren sollen unbedingt erhalten bleiben - jedoch fortgesetzt und weiterentwickelt werden, so die Intention aller an der Seniorenarbeit Beteiligten. 

Wenn bei Senioren in der Bevölkerung Wünsche und Anregungen entstehen, solle der Seniorenbeirat diese in den Gemeinderat tragen, so der Wunsch der Gemeinde.

Neue Satzung 

Die neue Satzung des Beirats stellte Erich Siegert vor. Sie legt die Kernaufgaben des Seniorenbeirats der Marktgemeinde Markt Schwaben und seine Organisation fest. Als unabhängiges Gremium arbeitet der Seniorenbeirat überparteilich, verbandsunabhängig und konfessionell nicht gebunden. 

Im Mai 2016 wurde der erste Seniorenbeirat für zwei Jahre und im Mai 2018 für ein weiteres Jahr vom Gemeinderat berufen. Damit wird der satzungsgemäße Wahlturnus wieder erreicht. Es wird zeitnah einen öffentlichen Aufruf zur Beteiligung an einer Kandidatenversammlung für den nächsten Seniorenbeirat geben. 

Aus ihr werden dann die Kandidaten gewählt, die dem Marktgemeinderat zur Berufung vorgeschlagen werden. Ein erstes Resümee zu den Kernthemen aus dem Runden Tisch „Seniorenarbeit in Markt Schwaben“ zeigt, dass bei der Umsetzung der Themen nicht nur die Verantwortung der Gemeinde, sondern auch Bundes- und Landesrecht sowie Zuständigkeiten des Bezirks und des Landkreises zu beachten sind. Sorgfältige Analysen werden notwendig sein.

Neue Broschüre 

Der Aktualität wegen muss die Neuauflage der Broschüre “Angebote für Senioren in Markt Schwaben“ in Angriff genommen werden. Für die Gestaltung will man auch die Muster anderer Gemeinden zu Rate ziehen. 

Auch die Verfügbarkeit über Online-Informationen zu Senioren-Angeboten wird überprüft werden. Mehr Kurzzeitpflegeplätze sowie die Beratung und Betreuung alleinstehender Menschen ist ein weiterer Punkt, an dem es brennt und der in Angriff genommen werden soll.

Mehr Sozialdienste und Beratung vor Ort ist hier eine Forderung des Seniorenbeirats. Weiter verbessert werden soll auch die gesellschaftliche Teilnahme. Auch wenn es bereits Seniorennachmittage, Kommunikationstreffs mit Vorträgen, Kaffee und Kuchen oder einen Stammtisch gibt, wird zum Beispiel analog zum Empfang für zugezogene junge Familien durch die Gemeinde ein Empfang für Senioren gewünscht. 

Neuen Senioren soll Hilfe bei der Integration angeboten werden. Auch ein Patensystem wäre denkbar, so der Vorschlag am Runden Tisch. Aufgrund der großen Teilnahme und des regen Interesses wird der Runde Tisch „Seniorenarbeit in Markt Schwaben“ wieder stattfinden. Als Vorsitzender bedankte sich Rolf Jorga abschließend bei allen Anwesenden. Sabrina Biertz

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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