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Schwaiberl -auch Schwalben genannt- sorgen für Aktivitäten

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Markt Schwaben

(ha) – Sie brauchen unsere Hilfe, denn sie haben es immer schwerer – unsere beflügelten Sommerboten. Noch immer wird ihnen und vielen ihrer Artgenossen in südlichen Ländern von Vogel- jägern nachgestellt. Jene, die das Brutgebiet erreichen, sind oft von weiteren Schwierigkeiten betrof- fen. Es ist der Mangel an brauchbarem Nistmaterial und die oft fehlende Toleranz von Hausbesitzern. Schwalben, und das gilt sowohl für die Mehlschwalbe, wie auch die Rauchschwalbe, mörteln sich ihre Kinderstube zurecht. Dazu benötigen sie feuchtes Erdreich oder Lehm. Gar nicht so einfach in unseren Ortschaften. Selbst bei den meisten landwirtschaftlichen Betrieben ist die Bodenversiegelung zum Schwalbenproblem geworden. Dabei suchen sie die Nähe des Menschen, um als eigentliche Felsenbrüter, unsere Bauwerke für sich zu nutzen. Unsere Gebäude sind ja nichts anderes als „künstliche Felsen“ mit einer Menge an „Höhlen“. Letztere werden von den Rauchschwalben besiedelt, wobei Stallungen bevorzugt werden. Die Mehlschwalben kleben ihre Nester außen an das Mauerwerk, gerne unter schützenden Dachvorsprüngen. Nicht jeder Hausbewohner ist dann aber von den Hinterlassenschaften der Vögel begeistert! Kurz bevor die Mehlschwalben aus ihrem afrikanischen Winterquartier in ihrem Brutgebiet ankamen, wurden im Markt Schwabener Burgerfeld wichtige Vorbereitungen getroffen. Dort hat sich eine regional bedeutende Mehlschwalben-Kolonie von etwa 30 Paaren gebildet, der sich auch langfristig die beste Zukunftsaussicht bietet. In diesem noch jungen Baugebiet fanden die Vögel was sie brauchten. Baugruben mit Baumaterial und ideales Mauerwerk. Da in dieser Wohnsiedlung Wasserlandschaften integriert sind, reicht das Nistmaterial auch in der Zukunft. Die örtlichen Aktiven vom Landesbund für Vogelschutz meldeten sich bei den „Mehlschwalbenbesitzern“ um etwaige Probleme zu Gunsten der Schwalben zu lösen. In einer bemerkenswerten Form der Nachbarschaftshilfe wurden nicht nur die Ärmel hochgekrempelt, sondern auch der Geldbeutel geöffnet. Mit einer Hebebühne und langen Leitern ausgestattet, bekamen die Hauswände der Schwalbenfreunde einheitliche Kotauffangbleche unter dem Vordach verpasst. Eine saubere und langfristige Lösung, die unsere Anerkennung verdient. Günter Laforsch, der die Nachbarschaftshilfe organisierte und Richard Straub vom Vogelschutz hoffen nun noch auf weitere Nachahmer. Wie wichtig es ist den Schwalben zu Helfen spiegelt auch das Gesetz wider. Lt. Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) $ 42ist es verboten Niststätten an Gebäuden zu beschädigen oder zu zer- stören. Der Landesbund für Vogelschutz will die Entwicklung dieser Schwalbenkolonie genau beobachten und kartieren. Haben auch Sie ein Herz für`d Schwaiberl . Wir beraten Sie gerne.

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