Spende

Sommersammlung für die Kriegsgräberfürsorge in Markt Schwaben

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Bereits zum neunten Mal wird für die Grabpflege der Gefallenen gesammelt.

Markt Schwaben - Die Bundeswehr unterstützt den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge seit ihrer Aufstellung in vielfältiger Weise. Trotz Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht und mit der Bundeswehrreform einhergehenden weiterreichenden personellen und infrastrukturellen Veränderungen, wird diese Hilfe weiterhin im Rahmen der Möglichkeiten gewährt.

Daher sammeln Soldatinnen, Soldaten, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fliegerhorstes Erding heuer bereits am Dienstag, 2. Juli 2019 in ihrer Partnergemeinde und somit zum neunten Mal in Folge bereits im Sommer.

Der Volksbund wurde 1919 durch Heimkehrer, Witwen und Hinterbliebene des Ersten Weltkrieges ins Leben gerufen. Er ist damit eine der ersten Bürgerinitiativen in Deutschland. Derzeit pflegt die Organisation in 46 Ländern auf 832 Kriegsgräberstätten die Gräber von über 2,7 Millionen Toten beider Weltkriege.

Seit 1989 wurden über 934.411 Kriegstote in Osteuropa aus gefährdeten Grablagen geborgen, viele von ihnen identifiziert, alle jedoch würdig bestattet, die Angehörigen, wo immer dies möglich war, benachrichtigt. Auch in diesem Jahr werden wieder 20.000 Umbettungen vorgenommen! Parallel hierzu wird die Gräberdatenbank unter www.volksbund.de ständig erweitert. Aktuell umfasst sie über 4,7 Mio. Verlustmeldungen. Jeder Name steht für ein Kriegsschicksal und damit auch für ein Familienschicksal.

Kriegsgräberstätten sind „Lernorte der Geschichte“: Auf den Kriegsgräber- und Gedenkstätten Europas arbeitet der Volksbund mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen (heuer wieder rund 15.000 Teilnehmer in rund 50 Workcamps und in den vier Jugendbegegnungs- und Bildungseinrichtungen Golm, Lommel, Niederbronn, Ysselstein. Dazu sollen nun auch die oberbayrischen Kriegsgräberstätten im Rahmen von Schulprojekten mit Geschichts- und Erinnerungstafeln ausgebaut werden; diese stehen bereits in Ingolstadt, Fürstenfeldbruck und Schönau am Königssee, um so das Verständnis für den Wert des Friedens zu stärken.

Der Volksbund muss über 70 Prozent der erforderlichen Mittel selbst aufbringen. Der Standortälteste der Bundeswehr in Erding, Oberstleutnant Robert Rummel, und der Erste Bürgermeister des Marktes Markt Schwaben, Georg Hohmann, bitten daher die Bevölkerung um freundliche Aufnahme der freiwilligen Sammlerinnen und Sammler und um eine großzügige Spende.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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