Jede Medaille hat eine Kehrseite

Bürgergruppe Schwaberwegen/Moos meldet sich zu Wort in der Diskussion um ST2080

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Die Bürgergruppe befürwortet einen Umgehungsstraße, Naturschützer sind dagegen.

Jede Medaille hat zwei Seiten. Nachdem die Naturschützer ihre Sichtweise zur Umgehungsstraße in Schwaberwegen vorgestellt haben, äußert sich jetzt die Bürgergruppe. Sie befürwortet das Projekt.

Schwaberwegen/Forstinning -  Nachdem in der Ausgabe des Hallo Falke vom 19. Januar„die Naturschützer zu Wort kamen, folgt hier eine Stellungnahme der Bürgergruppe: 

Naturschützer kämpfen nun also gegen den „Schutz der Menschen“, die von der lebensgefährlichen Situation, die sich täglich auf der ST 2080 abspielt betroffen sind. Natürlich ist es heute wichtig und ehrenhaft, sich für Umweltund Naturschutz zu engagieren. Auch wir als Bürgergruppe fühlen uns dem Naturschutz verbunden. Wer sich jedoch aus ideologischen Gründen Scheuklappen aufsetzt, weder links noch rechts schaut und dabei sowohl Mitmenschen, als auch deren berechtigte Anliegen als nicht existent definiert, handelt zutiefst respektlos! Jeder, der mit Kfz, mit Rad oder zu Fuß schon auf der ST2080 unterwegs war, oder als Anlieger dort wohnt, weiß, dass hier Sicherheit und Gesundheit extrem bedroht werden. Ebenso ist bekannt, dass der jetzige Umfahrungsvorschlag nach einer jahrzehntelangen Planungsphase als einzig sinnvoll machbare Alternative hervorging. Wer sich dann hinstellt und sagt: „geht uns alles nichts an“, oder einfach die Tatsachen verleugnet, dem muss man eine gezielte Kampfansage an die bedrohten und leidenden Mitbürger unterstellen. Es ist schon dreist und geradezu grotesk, dass man hier sogar noch zu Spenden aufruft um diesen „Kampf“ zu finanzieren. Damit erzeugt man mit Absicht Ausgrenzung und schürt Hass auf die „Bösen“ und kündigt einen respektvollen Umgang miteinander auf. Eine Online-Petition soll nun, anhand der Zahl von Unterstützern, offenbar legitimieren, dass man Bedürfnissen und Rechte von Minderheiten nicht weiter an Bedeutung beimessen braucht. Eine Petition dieser Art kennt natürlicherweise auch keine Zwischentöne (Problembewusstsein, Kompromissbereitschaft, Sachlichkeit), es herrscht ausschließlich ein Schwarz-Weiß Denken vor mit einem rein emotionalen „dafür“ oder „dagegen“, es gibt nur „Gute“ oder „Böse“. Aber, wenn man‘s genau nimmt, gibt’s hier doch eine dritte Gruppe: das sind diejenigen, die sich als die „Guten“ inszenieren, um dadurch ihr eigene Interesse zu verschleiern und zu verhindern, dass dieses öffentlich objektiv und sachlich beurteilt wird. Leider führt die Trasse halt am Waldrand des EBE Forstes entlang und damit in der Nähe (80 Meter bis 200 Meter Entfernung) der Wohnorte der Initiatoren der Bürgerinitiative St 2080 vorbei. Deshalb deren Protest. Trotz zugesagter Schutzmaßnahmen wie Flüsterasphalt und Lärmschutzwände wollen diese Anlieger die Umgehungsstraße verhindern. Die nun entschiedene Variante ist die nach allen Naturrechtlichen- und Kosten/Nutzenabwägungen verträglichste. Und nicht wie die Trasse, die von der Bürgerinitiative ST 2080 im Jahre 2009 (siehe Machbarkeitsstudie des Staatlichen Straßenbauamtes Rosenheim) vorgeschlagen wurde, mitten durch den Forst führt und damit einen erheblich massiveren Eingriff im Wald verursacht hätte. Soviel zur Ehrlichkeit des Anliegens der Bürgerinitiative ST 2080, nun die Natur schützen zu wollen. Dass man alle möglichen Naturschutzverbände instrumentalisiert hat, macht das Ganze noch unverschämter. Jeder, der sich ein Bild von der Situation an der ST 2080 bei Schwaberwegen und Moos gemacht hat, wird zustimmen, dass es wichtig ist, hier Abhilfe durch die Umgehungsstraße zu schaffen. Die Bürgergruppe Schwaberwegen/Moos möchte hiermit alle betroffenen Bürger darauf aufmerksam machen, dass jede Verzögerung, die durch die Gegner der Umgehungsstraße eintritt, das Risiko eines weiteren schweren Unfalls oder Personenschadens erhöht. Deshalb appellieren wir an die Vernunft aller beteiligten Organisationen, der Realität ins Auge zu sehen und sich nicht durch lautstarke Proteste verunsichern zu lassen.“ Im Namen der Bürgergruppe Schwaberwegen/Moos: Carl Teine, Siegi Streb, Josef Hollmayer

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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