1. meine-anzeigenzeitung
  2. Lokales
  3. Markt Schwaben

Die Tage vom Hotel Strasser sind gezählt

Erstellt:

Kommentare

null
Das Hotel Strasser soll nächstes Jahr geschlossen und abgerissen werden. © wal

Eigentümer stellten Antrag auf Abriss. Da keiner der Erben ein Interesse an dessen Weiterführung hat sei es nicht sinnvoll, das Hotel aufwändig zu sanieren

Poing – Sie waren neben der Kirche Sankt Michael über mehrere Jahrzehnte die markantesten Bauwerke im „alten“ Poing: Das Rathaus, die Grundschule und das Hotel Strasser. Während das Rathaus erst vor ein paar Jahren aufwändig renoviert wurde, fallen die beiden anderen Häuser in absehbarer Zeit der Spitzhacke zum Opfer. Die Schule wird abgerissen und durch einen modernen Neubau an gleicher Stelle ersetzt (wir berichteten). Nun soll auch das Hotel Strasser abgerissen werden, über das Vorhaben der Eigentümer beriet in der Sitzung vergangene Woche der Bauausschuss des Gemeinderates. Das Areal zwischen der Hauptstraße und der Poststraße soll mit Wohnhäusern bebaut werden.„Das Hotel ist 1972 zu den Olympischen Spielen gebaut worden und längst erheblich sanierungsbedürftig“, sagte Erwin Zimmermann, der neben diesem Gebäude auch noch jene der Ladenstraße und den Wohnblock an der Hauptstraße verwaltet. Er sei nicht sinnvoll, das Hotel aufwändig zu sanieren, zumal keiner der Erben ein Interesse an dessen Weiterführung hat. Doch bis die Bagger anrücken, wird noch etwas Zeit vergehen.Denn vorher müssen die Planungen noch detailliert ausgearbeitet werden und durch mehrere Behörden laufen. Gemäß dem Vorhaben müssen sich die Bewohner der Anlage an der Hauptstraße keine Sorge um ihre Bleibe machen. Im Gegenteil: Das Haus soll genetisch saniert werden um Energie zu sparen. Ob sich diese Maßnahmen allerdings auf die Mietpreise auswirken, kann derzeit ohnehin nicht gesagt werden.Zimmermann rechnet für die Planungen rund ein Jahr Zeit, sodass mit den Abrissarbeiten für das Hotel mit seinen 44 Zimmern frühestens Ende 2014 oder Anfang 2015 begonnen werden kann. Bis dahin wird sich nichts ändern, das Hotel kann weiterhin mit Gästen belegt werden. Ebenso verhält es sich mit dem Restaurant „Mangos“ im Erdgeschoss. Verschwinden wird mit Beginn der Arbeiten auch der große Vorplatz über der Tiefgarage. Dort ist die Keimzelle des Poinger Wochenmarktes, der vor Jahren ins neue Ortszentrum nördlich der Bahn verlegt worden ist. Eine lockere Wohnbebauung mitten im alten Zentrum würde diesen Ortsbereich sicher aufwerten. Vielleicht kämen dann wieder einige Ladengeschäfte in die eigentliche Keimzelle der Großgemeinde zurück.wal

Auch interessant

Kommentare