Theaterverein Anzing

Gelungene Premiere

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„Du musst heiraten wir brachen einen Hoferben“, heißt es im Streit der Bauersleute Rosa und Franz Höllriegl (Rosemarie Gschwendtner und Toni Hintermeier) mit ihren Sohn Mathias (Ferdinand Öttl).

Die Theaterpremiere von „Allein unter Kühen“ ist geglückt. Am Freitag geht’s in Anzing weiter.

Anzing – Er mag seine Kühe, Schafe, Hühner und er hat offenbar auch seine Eltern sehr lieb. Womit Mathias Höllriegl (Ferdinand Öttl) allerdings überhaupt nicht zurechtkommt sind Frauen, die als seine künftige Bäuerin infrage kommen. Da blockt der Gebirgsökonom komplett ab, er lässt sich sogar vom „Verein der Hardcore Machos“ unterstützen. Völlig anders denken da die Eltern, sie wollen auch eine Generation später einen Hoferben. Es gibt viel zu lachen beim aktuell einstudierten Dreiakter „Allein unter Kühen“ von Cornelia Willinger, das Stück wurde erst vor drei Jahren im Komödienstadel des Bayerischen Rundfunks uraufgeführt. Der Theaterverein Anzing hat die Komödie als einen weiteren Höhepunkt des 40-jährigen Bühnenjubiläums ausgesucht, das heuer mit mehreren Veranstaltungen gefeiert wurde. Bei „Allein unter Kühen“ stehen sieben Laiendarsteller auf der Bühne, nach der Premiere am vergangenen Sonntag gibt es im Pfarrsaal Anzing weitere sechs Vorstellungen: Am Freitag 11. November, und Samstag, 12. November, jeweils um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr), Sonntag, 13. November, um 19 Uhr (Einlass 18 Uhr) und eine Woche später am Freitag, 18. November, und am Samstag, 19. November, sowie am Sonntag, 20. November, zu gleichen Zeiten wie eine Woche davor. Für alle Vorstellungen gibt es noch Eintrittskarten. Wie geht es mit dem heiratsunwilligen Bergbauern weiter? Weil ihn schon drei potentielle Ehefrauen beziehungsweise Mütter für Hoferben verlassen haben, tritt die Altbäuerin Rosa Höllriegl (Rosemarie Gschwendtner) mit der Viehhändlerin Lisa Ramberg (Maria Fisterhölzl) in Kontakt. Die vermittelt alles, ja sogar heiratswillige Russinnen und als Besonderheit eine Bauerntochter aus Bali. Stellvertretend für Mathias schreibt sie schmachtende Liebesbriefe für eine gemeinsame Zukunft. Gleichzeitig wollen die alten Bauerleute ihren Sohn auf besondere Art auf die Probe stellen. Sie täuschen plötzliche Gebrechlichkeit, Vater Franz Höllriegl (Toni Hintermeier) gelegentliche Inkontinenz und sogar eine Alzheimerkrankheit vor, um „als Hilfe“ eine junge Frau auf den Hof zu bekommen. Wegen der aufwändigen Pflege und Hausarbeit vernachlässigt der Jungbauer zwar seinen Hof, pflegt seine Eltern aber voll Liebe. Gelernt hat er das in einem Kurs bei seinen „Hardcore Machos“. Als mit Palinda (Helga Scholz) plötzlich dieses Mädchen als Bali auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse. Ihre religiösen und gesellschaftlichen Einstellungen sowie deren Arbeitseifer passen so gar nicht mit den Vorstellungen des Jungbauern zusammen. Vor allem Nachbar Herbert Assinger (Bernhard Öttl) scheint die hübsche Frau aus Bali zu interessieren, während seine Schwester Maia (Sandra Scheibenzuber) als bis dahin letzte „Bäuerin-Kandidatin“ ebenfalls wieder auftaucht. Ob es zu einem guten Ende kommt?wal

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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