Kultur

Theaterverein Markt Schwaben ehrt Marga Kappl

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Marga Kappl (Mitte) im Gespräch mit Gästen

Theaterverein Markt Schwaben ehrt Marga Kappl für 16 Jahre unermüdlicher Bühnenarbeit

Markt Schwaben – Rund 20 Jahre im Ehrenamt ist im Grunde nichts Außergewöhnliches. Aber was Marga Kappl für die Theaterszene in Markt Schwaben geleistet hat, sind ganz besondere Dimensionen. 

„Sie hat in knapp 17 Jahren über 65 Produktionen auf die Bühne gebracht“, rechnete Franz Stetter vor, „die genaue Zahl weiß sie vermutlich selber nicht mehr!“ Im vergangenen Herbst hat die Theatermacherin beschlossen, ihre umfangreiche Arbeit zumindest in diesem Bereich aufzugeben. 

Beim Theaterverein Markt Schwaben weiß man genau, was Marga Kappl geleistet hat. Deshalb wurde ihr speziell ein öffentlicher Dankesabend in der Theaterhalle gewidmet. Bei freiem Eintritt erlebten die Besucher einen gelungenen Querschnitt von all den Jahren, dort und da wurden zur Freude des Publikums auch Interna bei Proben, Regieführung und von speziellen Auftritten verraten. 

Für Marga Kappl war in der ersten Reihe eigens ein bequemer Stuhl mit rotem Samt überzogen worden. Ihre ehemaligen Zöglinge Fabiana Bertram, Antonia Buchenrieder und Michael Siegert führten gekonnt durch den knapp drei Stunden dauernden, äußerst kurzweiligen Abend. 

Die rund 16 Jahre Theaterarbeit wurde chronologisch mit Schwerpunkten auf die Bühne geholt und mit nachgespielten Szenen wiederbelebt. Es begann alles, nachdem Marga Kappl 2003 als Realschullehrerin in Pension ging. Zunächst gründete sie die „Junge Bühne“ und suchte im ganzen Landkreis nach Mädchen und Buben die Theater spielen wollten. 

Später kamen noch eine Kindertheatergruppe und die Spezialtruppe „Futura“ hinzu, die heute noch bestehen. Das erste Treffen mit Jugendlichen fand im April 2003 statt, die erste Aufführung war bereits im Herbst des gleichen Jahres zu sehen. Gespielt wurde in der Folgezeit unter anderem „Kabale und Liebe“, „Man spricht Bairisch“ von Gerhard Polt, das Musical „Der kleine Horrorladen“ mit einer fleischfressenden Pflanze, „Die kleine Hexe“, „Der zerbrochene Krug“ in bayerischer Mundart, „Des Kaisers neue Kleider“, „der eingebildete Kranke“ und vieles andere mehr. 

Mit großer Sorgfalt bereitete Marga Kappl die Proben vor und verteilte die Rollen. Viele Stücke schrieb sie selber, andere musste sie ihren Möglichkeiten anpassen und oder umschreiben. 

Vor allem als es erstmals 2006 mit „König Drosselbart“ auf die Freilichtbühne der Weiherspiele ging, war Kreativität besonders gefragt. Es folgten „Kalif Storch“ und das Highlight „Die Feuerzangenbowle“ mit der „alkoholischen Gärung“ als besonders heiterer Szenen­erfolg. Ob „Charlys Tante“, „Der verkaufte Großvater“ oder zum 900-jährigen Jubiläum von Markt Schwaben „Der Komödienkrieg“: Marga Kappl produzierte Erfolge am laufenden Band. 

Sie wurde 2017 mit dem Kulturpreis der Marktgemeinde ausgezeichnet und vor wenigen Wochen zur Ehrenbürgerin ernannt. Ihre aktuelle Leidenschaft gehört dem bebilderten Kinderbuch „Fritz, das Stöchlein“, das sie selber geschrieben hat. „Ich suche noch einen Verlag“, erzählt sie. 

Vom Theaterabend war sie vollauf begeistert, gerührt dankte sie all jenen Menschen, ihre Arbeit ermöglicht haben. „Ich fühlte mich wie die Made im Speck, man hat mir in allen Punkten voll vertraut“, meinte sie, „das machte den Erfolg möglich!“ - wal

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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