Ungeliebte Geschenke gewinnbringend versteigert

Pfarrerin Stefanie Endruweit und Bürgermeister Hingerl im zarten Etwas bei der Versteigerung, die 450 Euro einbrachte. Foto: wal

Poing – Wenn es um eine gute Sache geht, ist Albert Hingerl für jeden Spaß zu haben. Bei der Versteigerungsaktion „ungeliebter“ Weihnachtsgeschenke streifte sich der Poinger Rathauschef zur Freude der rund 50 Gäste ein knallgelbes Negligé über den Kopf, das er kurz zuvor seiner Mitkonkurrentin im Bürgermeisterwahlkampf, Carmen Berntheisel für fünf Euro aufgeschwatzt hatte.

Ob die CSU Gemeinderätin das zarte Etwas selber irgendwann tragen wird ist eher unwahrscheinlich. Dafür muss es Hingerl laut Abmachung noch einmal überstreifen, nämlich bei dem von der Feuerwehr organisierten Treiben zum Ausklang der närrischen Zeit am Faschingsdienstag. Spaß und Gaudi prägten aber auch die Aktion im Spiegelsaal des Bürgerhauses, rund 150 mehr oder weniger lebenswichtige Gegenstände waren gespendet worden. Zu Beginn hatte der AWO Vorsitzende Peter Meier die Gäste begrüßt. „Es ist im Grunde das Gleiche, was bisher Christine Bloch von der Poinger Tafel mehrfach in der Aula der Mittelschule veranstaltet hat“, klärte er auf, „es ist nur anders organisiert. Mitgeholfen haben diesmal neben der AWO das Familienzentrum, die beiden Kirchengemeinden, der Seniorenbeirat, Freiwilligenagentur, Nachbarschaftshilfe, Pflege- stern und Vdk Poing. Als „wertvollstes Geschenk“ war im Vorfeld ein Keyboard mit Ständer abgegeben worden, laut dem noch vorhandenen Preisschild zusammen 106,99 Euro wert. Für das Instrument interessierten sich nur zwei junge Burschen, das ungern akzeptierte Mindestgebot von 25 Euro erhöhte deren Mutter auf 30 Euro. Ein Schokobrunnen erzielte 10 Euro, eine CD „Das geheime Tagebuch der Carla Bruni“ fünf Euro. Die Vielseitigkeit der Geschenke war kaum zu überbieten. Rund 30 Bücher vom Gartenwälzer „Botanica“ über Koch- und Sprachenbücher bis hin zu zwei Romanen von Iny Lorentz, die in Poing wohnt. Eine Wetterstation, Topflappen, Blumenvasen, Kinderbesteck, ein Windlicht, Kerzenständer, Uhren und Halsketten. Der Behauptung von Medien, Weihnachten werde „unterm Christbaum“ entschieden, widersprach zuvor Pfarrerin Stefanie Endruweit, die später Hingerl beim Versteigern ablöste. Auch Pfarrer Michael Holzner lobte das Engagement und die Spendenbereitschaft der Bürger. „Der Gemeinderat hat beschlossen, eine Seniorenbeauftragte für Poing zu berufen“, verriet Peter Meier, „sie wird den Erlös für ihre Arbeit bekommen“. wal

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