Verkehr

Verkehrsüberwachung in Poing wird fortgesetzt

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In der Bergfeldstraße gibt es die meisten Geschwindigkeitsübertretungen.

Über 900 Verwarnungen gab es für Raser in Poing – ein guter Grund, um die Überwachung fortzusetzen

Poing – Mit dem Gemeinderats-Beschluss vom 18. Mai 2017 hat die Poinger Verwaltung eine Kommunale Verkehrsüberwachung eingeführt und deren Probebetrieb auf zwei Jahre begrenzt.

Mit den innerörtlichen Geschwindigkeits-Messungen wurde am 17. Januar 2018 begonnen und in Absprache mit der Polizei Poing mittlerweile 21 Messstellen eingerichtet: Darunter Anzinger Straße, Bergfeld-, Blumen-, Dorf-, Haupt-, Hohenzollern-, Kampenwand-, Schul- und Seerosenstraße. Außerdem noch in der Gebrüder-Grimm-Straße, Gruber Straße, Neufarner Straße, Wittelsbacher Straße, der Kirchheimer Allee und Mittelfeldring.

Viele der Messpunkte wurden an Schulen, Tagesstätten und Kindergärten platziert – was auch von der Verwaltung und zahlreichen Bürgern gewünscht wurde, um die gemeldeten Beschwerden wegen Geschwindigkeitsübertretungen in den Griff zu bekommen. 

Was damit erreicht wurde – ob positiv oder negativ – präsentierte Raimund Steckermeier von der Wach- und Schließgesellschaft Nürnberg, die die Verkehrsüberwachung durchführt, bei der Gemeinderatssitzung am 25. Juli 2019 weitere Ergebnisse. 

Anlass war die Kündigungsfrist von drei Monaten – und der Gemeinderat musste entscheiden, ob er von dem Kündigungsrecht Gebrauch machen möchte. Allenfalls würde sich der Vertrag jeweils um ein Jahr automatisch verlängern. 

Bei den Ausführungen von Steckermeier, die den Zeitraum vom 17. Januar 2018 bis 31. Mai 2019 zugrunde lagen, waren vor allem die Übertretungen vor in den 30 km/h-Zonen, die im Umfeld von Schulen und Kindergärten eingerichtet sind. 

Bei seinen Fakten wurde immer deutlicher, dass vor allem in der Bergfeldstraße die meisten „Raser“ unterwegs sind – unter anderem eine Messung mit 71 km/h. Auch in der Kirchheimer Allee wurden eine Überschreitung von 40 km/h festgestellt.

Die ist nur eine von insgesamt 893 Verwarnungen, die in dem Zeitraum ausgestellt wurden (insgesamt 22.644 Autos gemessen). Auffallend dabei: 64 Prozent davon hatten ein Ebersberger Kennzeichen, dahinter folgt das Münchener Nummernschild (18 Prozent) und Erding (fünf Prozent). 

„Wir haben die Verkehrssicherheit durch gezielte Maßnahmen erhöht“ so Steckermeier „und wenn wir innerhalb Poing verfahrensmäßig durchgreifen, hat das eine Wirkung nach außen.“ 

Die würde Peter Maier (SPD) gerne durch einen Ausbau der Überwachung verstärken und Bernhard Slawik (FWG) möchte auch den „ruhenden“ Verkehr in die Maßnahmen integrieren. Das unterstützte auch Wolfgang Spieth (FDP), der aber den dafür entstehenden Kostenaufwand geklärt haben möchte. 

Werner Dankesreiter (Die Grünen) sprach sich für eine zusätzliche Messung in Straßen mit 50 km/h-Begrenzung. CSU-Fraktionssprecher Ludwig Berger war gegen eine Verlängerung des Vertrags und möchte das Geld lieber für bauliche Maßnahmen ausgeben, die neuralgische Gefahrenbereiche entschärfen. 

Mit acht Gegenstimmen wurde die Zweckvereinbarung mit der kommunalen Verkehrsüberwachung Markt Schwaben (fließender Verkehr) und der Vertrag mit der Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft nicht gekündigt. fu

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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